Weizenwampe adé – weizenfrei durchs Leben

21. August 2015
Weizenwampe adé - weizenfrei durchs Leben

Dass mein Mann lange schon abspecken möchte, wisst ihr aus vorigen Berichten. Ihr habt schon länger nichts von seinem Abnehmerfolg gehört. Warum? Weil die Abnahme leider immer wieder stagnierte. Man könnte auch sagen: Er hielt sein Gewicht.

Das aber ist nicht das Ziel – sein erklärtes Ziel ist die Abnahme von noch lästigen 30 kg, die ihm im wahrsten Sinne schwer fallen. Nun hat mein Mann einen neuen „Feind“: den Weizen!

Weizenwampe adé - weizenfrei durchs Leben

Für den Urlaub lade ich immer wieder gern Hörbücher aufs Handy, um auf der Sonnenliege entspannen zu können. Unter die schönen Romane „schummelte“ ich das Buch WEIZENWAMPE von Dr. med. William Davis. Ich habe nicht wirklich erwartet, dass mein Mann dieses anhört – doch er tat es und zwar mit wachsender Begeisterung!

Weizenwampe adé – weizenfrei durchs Leben

Mein Mann erzählte mir, wie ungesund Weizen auf den Körper wirke und diesen krank und dick mache. Das Hörbuch muss sehr eindringlich gewesen sein – vor allem in Bezug auf zu heilende Krankheiten durch Weizenverzicht. Schon beim folgenden Abendessen entsagte mein Mann unter spanischer Sonne dem geliebten Weißbrot zu den Tapas. Das gab es noch NIE! Da konnte ich mir jahrelang den Mund fusselig reden, wenn er zu Weißbrot statt Vollkornbrot griff und konnte referieren über leere Kohlenhydrate etc. – nichts half, die Lust auf labberiges Weißbrot zu vertreiben. Dr. Davis hat es wohl nun geschafft. Ich würde euch nicht davon berichten, wenn die Anti-Weizen-Phase bereits nach 2 Wochen beendet wäre. Nein, wir leben bereits seit etwa 4 Wochen nach diesem Plan und dieser zeigt tatsächlich Erfolge!

Rezension: Weizenwampe adé – weizenfrei durchs Leben

Zum Buch muss man sagen, dass dort sehr viele wissenschaftliche Thesen erklärt werden, die teilweise durch stete Wiederholungen ermüdend, größtenteils aber sehr interessant sind. Wenn wir nun prüfen, worin Weizen enthalten ist, erschrecken wir vor allem beim Durchlesen der Inhaltsangaben vieler abgepackter Lebensmittel. Da ich ohnehin gern bio-frisch koche und generell wenig industriell gefertigte Lebensmittel verwende, ist das für mich kein großes Kunststück. Was aber mit Backwaren wie Brot, Kuchen etc.? Dazu bestellte ich also das Buch „Weizenwampe – Das Kochbuch“ mit 120 weizenfreien Rezepten. Schließlich propagiert ersterer Ratgeber, dass auch Vollkornweizen, Roggen, Maismehl und Dinkel nicht der richtige Ersatz für das „böse“ Weizenmehl seien.


Womit also backt Dr. Davis sein Brot?


Weizenwampe - Das KochbuchEr empfiehlt – leider recht einseitig in der Rezept-Rubrik – das Backen mit Mandelmehl, gemischt mit diversen Körnern und Gold-Leinsamen. Mandelmehl ist für Besitzer eines Hochleistungsmixers leicht selbst herzustellen, doch möchte ich wirklich auf sämtliches Getreide verzichten? Bisher haben wir angefangen, nur noch reines Vollkorn-Dinkel- / Roggenbrot im Reformhaus zu kaufen oder selbst zu backen. Derzeit reicht uns als Anfang der Verzicht auf Weizenmehl. Dies hat auch schon erste Erfolge gezeigt: Mein Mann isst BEWUSST – er macht sich bei jedem auswärtigen Essen klar, welche Inhaltsstoffe das Gericht hat. Das an sich ist schon ein riesiger Schritt in die richtige Richtung, da sonst eher gegessen wurde, was auf den Tisch kam (oder unterwegs schnell zu besorgen war). Schließlich isst er mittags grundsätzlich auswärts, was erheblich zur Stagnation der Abnahme führte und zu Heißhunger-Attacken.

Beim Essen zu Hause weiß er, dass er sich auf leckeres und gesundes Essen freuen kann. Nun passt er besonders in seiner Mittagspause auf, was genau er zu sich nimmt – er hinterfragt seine Mahlzeiten! Ich bin der Meinung, dass jeder seinen eigenen Weg zum gesunden Körper finden muss und finden kann. Dass Weizenmehl ungesund ist, ist an sich hinlänglich bekannt und nicht von der Hand zu weisen. Ich werde einige Rezepte aus dem Rezeptbuch testen und bin schon gespannt, was mir für neue Ideen begegnen. Mein Mann freut sich schon auf weizenfreie Käsekekse, Coq au Vin, Spinat-Tomaten-Quiche und weitere leckere Gerichte, die das Buch verspricht. Außerdem gibt es bei uns ohnehin viel Gemüse und ab und zu grillt er sich gern ein schönes Filet dazu. Verhungern wird hier also niemand 😉 .

Das Kochbuch erläutert in der langen Einleitung die wichtigsten Erkenntnisse und Hinweise des ersten Buches, was ich als etwas zu ausführlich empfinde, da ich ja nun das Weizenwampe Buch schon kenne. Das Kochbuch ist als Ergänzung zu sehen und auch dieses hat wie sein Vorgänger überwiegend sehr positive Bewertungen erhalten. Auch Zöliakie-Patienten finden sicherlich gute Anregungen zu neuen Rezepten. Hier gibt es für euch eine Leseprobe, in der die ersten 40 Seiten lesbar sind.

Zu den Nebenwirkungen der weizenfreien Ernährung:

  • Mein Mann hat weniger Hunger, vor allem keinen Heißhunger mehr!
  • Die Haut scheint sich zu erholen
  • Inzwischen hat er bereits 8 kg an Gewicht verloren.
  • Essen ist zum Genuss geworden ohne das Gefühl des Verzichts zu haben. Gesundes Essen macht Spaß!

Tipps zur glutenfreien Ernährung:

Mandelmehl könnt ihr selbst herstellen: z.B. mit dem Thermomix (oder anderem Hochleistungsmixer) ganze Mandeln ruckzuck fein mahlen. Bitte mit Blickkontakt, sonst habt ihr Mus – wobei auch dieses toll zu verwenden ist! Genauso verfahrt ihr mit Kichererbsen. Wobei ich Kichererbsenmehl auch schon recht günstig im Supermarkt erstanden habe. 

Kokosmehl findet ihr im Biomarkt, auch dieses findet häufiger Anwendung in den Rezepten. Davon braucht ihr aber meist nur wenig, so dass sich die Gesamtkosten wieder im Rahmen halten. Alle Mehle gibt es sonst natürlich auch im Internet zu kaufen, falls kein Biomarkt oder Reformhaus in der Nähe ist.

 

 

Ansonsten habe ich keine ungewöhnlichen Zutaten im Buch entdecken können. Das meiste habe ich immer im Haus oder ist leicht in der Bioabteilung zu bekommen.

Eure Gesundheit sollte es euch wert sein, auf möglichst wenig verarbeitete Lebensmittel zurück zu greifen. Auch wenn dies erstmal teurer erscheint. Dieses Kochbuch ist so aufgebaut, dass die Zutaten sich wiederholen, d.h. das angebrochene Kokosmehl wird für andere Gerichte aufgebraucht und ihr müsst nicht ständig neue, schwierig zu bekommende Lebensmittel anschaffen. Außerdem esst ihr automatisch weniger, wenn ihr BEWUSST esst und ihr gebt am langen Ende wahrscheinlich nicht mehr Geld fürs Essen aus als bisher. 

Fazit zum Buch Weizenwampe – Das Kochbuch:

Mir gefallen die Weizenwampe-Bücher, da diese aufdecken, wie ungesund wir uns bisher ernährt haben. Ich selbst esse seit einigen Jahren schon weniger Weizen. Greift mehr zu Gemüse, Obst und guten (Bio-)Lebensmitteln! Ein Vollkorn-Dinkelbrot oder Körner-Müsli hält in jedem Fall wesentlich länger satt als jedes Toast. Die Rezepte im Weizenwampe-Kochbuch regen an zu glutenfreier Küche, die sicher gut tut. Mit meiner veganen Ernährung lässt sich der Weizenverzicht bisher problemlos kombinieren, also arbeiten wir weiter daran…

In diesem Sinne: Bleibt gesund!

Eure Stephie

 

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15 Kommentare

  • Antwort Minh 15. Mai 2017 at 21:16

    Sehr schön zusammengefasst. Ich werde mir jetzt das Kochbuch auch zulegen, nach dem ich „Weizenwampe Der Gesundheitsplan“ als Hörbuch durch habe ist es eine gute Sache etwas in den Händen zu halten um daraus dann Anregungen zum konkreten Kochen zu gewinnen. Schöner Beitrag!

    • Antwort Stephie 16. Mai 2017 at 8:39

      Tatsächlich haben wir auch das Hörbuch und dazu noch das Buch zum Blättern gekauft. Viel Erfolg! LG, Stephie

  • Antwort Riegler Andreas 31. Dezember 2016 at 9:08

    Ich denke Ihr habt den Sinn von Weizenwampe nicht verstanden. Lebe seit 3 Monaten getreidefrei. 20 kg leichter. Keine Diabetes mehr. Ich esse auch keinen Reis und kein Soja. Auch keine Fertigprodukte welche aus Weizennebenprodukten hergestellt wurden. Weizenwampe geht nur ganz oder gar oder gar nicht. Mir fehlt auch nichts. Mein Geschmacksinn hat sich völlig verändert. All das übersüße Zeug, auch durch Weizenprodukte geht bei mir nicht. Arbeite bis zu sechsten Stunden am Tag ohne Pause und Hunger. Ab und zu ein gekochtes Ei oder Stück Käse genügt. Auch auswärts essen ist kein Problem. Da braucht es keine besondere Disziplin. Nach einer Woche vollkommenem Verzicht macht der Körper den Rest von allein. Einzig Vertrauen in seinen Organismus braucht es. Getreide raus Wohlbefinden rein. Aber eben jedes Getreide, auch kein Vollkorn, Roggen oder Dinkel.

  • Antwort Brigitte Bühler 25. April 2016 at 14:29

    Hallo Stephie,
    wir schränken den Weizenkonsum stark ein. Aber es ist wie mit allen Ernährungsformen. Es ist eine Entscheidung und die verlangt nach Diziplin und Zeit. Es ist so einfach zurück zu fallen. Bei uns ist es so geregelt, das Montag bis Freitag es ohne Weizen geht und am Wochenende darf es auch mal ein Kuchen sein. Für alle die auch mal ein belegtes Brötchen haben wollen empfehle ich Flötchen (Flohsamenschalen Brötchen.) Rezept beim NDR. Geht mit Haselnüssen und Mandelmehl.
    Für Veganer lassen sich die Eier durch 1 EL Leisamen (12 Stunden einweichen) ersetzen.
    Ebenso als Knäckebrot geht Kem-Brot von Kilokegeln.
    Viel Spaß beim ausprobieren.
    Brigitte

  • Antwort Christina Rivera 1. Februar 2016 at 22:17

    Liebe Stephie,

    Wir sind seit 4 Wochen Weizen frei , ich fühle mich unglaublich wohl dabei! Eine Frage habe ich jedoch: das Rezept für Sandwichbrot haben wir probiert, scheinbar fehlt auf Seite 41 etwas Flüssigkeit.. Hast du vielleicht ein Tip für mich? Ich habe das Rezeptbuch mit 200 schnelle Rezepte von Dr. Davis….

    Herzliche Grüße,

    Christina

    • Antwort Stephie 2. Februar 2016 at 10:18

      Liebe Christina,
      das klingt ja toll: 4 Wochen ohne Weizen und ihr fühlt euch gut! Leider habe ich mein Buch gerade verliehen und kann nicht ins Rezept schauen. Ich würde generell etwas Wasser hinzu geben und den Teig kräftig aufschlagen, so dass er Luft bekommt. Ich wünsche euch weiter viel Erfolg bei der weizenfreien Ernährung! LG, Stephie

  • Antwort Soehnchenmutter 21. Dezember 2015 at 10:34

    Liebe Stephie, wie sieht es denn jetzt bei euch aus? Hat dein Mann bis heute durchgehalten? Was isst er mit Appetit zum Frühstück? Kann man Weizenfrei dauerhaft leben? Ich meine, im Alltag?
    Da ich selber große Probleme mit dem Darm und daraus resultierend viele kleine Probleme und Wehwehchen habe, liebäugle ich schon länger mit der weizenfreien Ernährung. Wie sind deine Erfahrungen? Ich würde mich über eine kurze Info freuen.
    Ansonsten ein schönes Weihnachtsfest und alles LIebe

    • Antwort Stephie 21. Dezember 2015 at 14:24

      Leider hat mein Mann nicht länger als 2 Monate durchgehalten, was aber an ihm selbst liegt. Er ist einfach nicht der Mensch, der sich gern diszipliniert (im Gegensatz zu mir). Das weizenfreie Leben hat ihm unglaublich gut getan und ich wünschte, er würde noch mal eine „Runde“ nachlegen. Du solltest auf jedem Fall beim Arzt abklären lassen, wie lange Du die Weizendiät machen solltest. Ich wünsche Dir alles Gute dafür und freue mich auf ein Feedback. Beste Weihnachtsgrüße!

  • Antwort Samantha 21. August 2015 at 12:22

    Vielen Dank für diesen inspirierenden post. Ich backe seit einem Jahr ausschließlich unser Brot mit dinkel oder Roggenvollkorn. Das Kochbuch werde ich mir mal ansehen also danke

  • Antwort klocke,claudia 21. August 2015 at 10:59

    ich überlege auch schon lange, habe das Buch auch als Hörbuch gehört,hadere noch und lese hier die fachlich medizinische Sicht,
    ,
    prüfe die Umsetzbarkeit für unseren Alltag und freue mich auf die Erfahrungen deines Mannes!
    Liebe Grüße

    • Antwort Stephie 21. August 2015 at 11:08

      Liebe Claudia,
      danke für den Link, den Du hier zur Diskussion stellst. Ich habe diese „Gegendarstellung“ auch schon im Netz entdeckt. Ich denke, in beiden Thesen sind Wahrheiten verborgen. Unser Hausarzt kennt das Weizenwampe Buch auch und findet unsere Art der Umsetzung – eben auf Weizenmehl zu verzichten und dieses durch Vollkorn-Dinkel oder -Roggenmehl zu ersetzen richtig und gut. Wie ich im Artikel schreib, verzichten wir nicht komplett auf Getreide, haben nur dieses Buch als Anlass genommen, genauer hinzuschauen, was auf dem Teller und letztlich im Körper landet. Der Weizenverzicht tut uns gut und ich finde die Umsetzung zu Hause völlig problemlos. Im Restaurant wird es schwieriger, aber auch da ist er auf der sicheren Seite, wenn er gutes Fleisch / Fisch mit Salat oder Gemüse isst, was weder paniert wurde noch in Soße liegt.

    • Antwort Ulrike 15. November 2016 at 12:14

      Habt Ihr schon einmal geschaut, wer die Fragen zu dieser Gegendarstellung gestellt hat? Genau, „Mehlreport“, „Infos für Profis von den deutschen Mühlen“. Dass deutsche Mühlen nicht wegen weniger Weizenkonsum pleite gehen wollen, ist ja klar, oder? Zudem geht der befragte Arzt NICHT auf die schädliche Wirkung der Blutzucker-Achterbahnfahrt ein, welche Davis nun regelmäßig in seinem Buch betont.

  • Antwort Kerstin Hösl 21. August 2015 at 10:44

    Endlich mal eine Rezension über die Bücher, der ich vertraue! Ich überlege schon lange, mir diese zu kaufen. Hatte aber immer Angst davor, mich bei dem Thema auf etwas zu versteifen, was gerade eben „trend“ ist. Ich meide Weizen schon seit etwa einem Jahr. Damals habe ich mich schon mit dem Thema auseinandergesetzt, aber festgestellt, dass man nicht auf jede Stimme zu diesem Thema hören darf. Für mich selbst habe ich aber dennoch beschlossen, im Großen und Ganzen auf ihn zu verzichten. Ich backe seitdem hauptsächlich mit Dinkelmehl und auch Nudeln gibt es kaum noch aus Weizen. Auch beim Brot achte ich auf die Zutaten, wobei ich zugeben muss, dass ich bei einem Restaurantbesuch oder einer Essenseinladung schon auch hin und wieder zum Weißbrot greife. Wenn du nun sagst, dass die Bücher sachlich darstellen, wie schädlich WEizen für unseren Körper ist und hier nicht versucht wird, aus einer Mode Geld zu machen, dann dürfen diese beiden Exemplare demnächst auch bei mir Einzug halten.

    Danke für Deinen Bericht!

    • Antwort Stephie 21. August 2015 at 10:52

      Liebe Kerstin,
      eine Ernährungsumstellung sorgt immer für Befürworter und Gegner. Auch diese Bücher enthalten Diskussionsstoff, doch ich finde eben, dass hier sehr ausführlich darüber berichtet wird, wie krank uns Weizen macht. Natürlich gibt es Menschen, die diese Bücher für Propaganda-Material halten – schließlich wird darin nicht nur der Verzicht auf Weizen, sondern auch auf anderes Getreide empfohlen. Ich denke, jeder muss für sich entscheiden, wie genau er das Gesagte umsetzen kann und möchte. Für uns heißt das: kein Weißmehl mehr! Das tut in jedem Falle gut! Ich bin gespannt, was Dir diese Bücher geben. Lies doch mal die Leseprobe – darin ist schon einiges enthalten..

    Ich freue mich über Deinen Kommentar

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