Gegen den Herbstblues: back to myself

4. November 2016
Foto Pilates am Morgen. Bild mit zwei Frauen

Fast wäre ich in die Falle getappt und dem Herbstblues erlegen. Nix da! „Back to myself“ lautet das Motto. So fragte ich mich gestern, warum ich ständig krank bin und wie ich das abstellen kann. Ich möchte mich wieder wohlfühlen und mich selbst mögen.

Durch ständige Erkältungen ließ ich mich gehen. Sport war ja nicht möglich. Es tat gut, mich hängen zu lassen. In dem Moment. Doch ich schaffte nicht den Einstieg zur Zufriedenheit. 

Bewegung an der frischen Luft

Wahrscheinlich ist es für euch unfassbar: Ich habe die schönen Sonnentage im Oktober nicht genutzt. Lieber saß ich am Schreibtisch und habe meine Stapel abgearbeitet. Eine Pause gönnte ich mir nicht.

Neues Motto ab heute: Pausen einlegen und nach draußen gehen! Dieser kleine Herbstspaziergang mit meiner Tochter hat mich glücklich gemacht und gab mir richtig Power. 

 

Pausen richtig nutzen

Wenn ich mich abgeschlagen und müde fühle, lege ich ein Powernap von 15 Minuten ein. Das hilft ungemein, um wieder auf die richtige Spur zu kommen. Da hat der Herbstblues keine Chance.

Ein Spaziergang – und sei er noch so kurz – weckt die Lebensgeister. Mit rosigen Wangen zurück an die Arbeit zu gehen, weht tolle Ideen in den Kopf hinein.

Leider hatte ich meine Mittagspause nicht mehr für mich selbst genutzt, sondern mich in soziale Netzwerke eingewählt. Falsch!  

Feste Zeiten für soziale Netzwerke

Ab sofort gibt es für mich wieder feste Zeiten, in denen ich mich in die sozialen Netzwerke einwähle. Das spart Zeit und schenkt mir mehr Konzentration für die wichtigen Dinge. Auch Messenger-Dienste werde ich nicht mehr zwischendurch bedienen. Dadurch werde ich schließlich immer wieder aus Gedankenprozessen herausgeholt.

Heute morgen habe ich jegliche Benachrichtigungen am Smartphone ausgeschaltet. Das Handy meldet sich nur noch bei Anrufen. Ich atme durch! Das tut richtig gut. Mit so kleinen Veränderungen können wir so viel erreichen.

Sport, der meinem Körper gut tut

Ich bewundere Frauen, die locker zehn Kilometer joggen. Dazu gehörte ich noch nie. Doch meine Zufriedenheit mit mir selbst hängt davon ab, dass ich Sport treibe. Da war in den letzten Wochen überhaupt nichts drin! Schuld war die dicke Erkältung. Doch mit im Spiel war auch ganz viel Faulfieber.

Foto Pilates am Morgen. Bild mit zwei Frauen

Sport tut dem Körper und der Seele gut.

Den heutigen Tag habe ich begonnen mit einer Runde Pilates, danach war ich schwimmen. Insgesamt hat mich das 40 Minuten meiner Zeit gekostet. Doch plötzlich ist es wieder da: Das Wohlfühlen mit mir selbst. Unbezahlbar! 

Nicht überfordern 

Ich muss nicht gleich Bestzeit laufen oder das Sportprogramm für Fortgeschrittene schaffen. Diesmal bin ich ganz sanft eingestiegen, mit Pilates für Anfänger. Das ist gerade genau richtig für mich. Es geht überhaupt nicht darum, möglichst viel zu schwitzen.

Auch beim Sport kann die Selbstoptimierung übertrieben werden! Das habe ich immer wieder erlebt, denn die Quittung ist ein schmerzender Rücken. Oder gar weitere Unzufriedenheit, weil es nicht sofort so klappt wie früher. Ja, ich bin schlapp geworden. Macht aber nichts, denn mir geht es ums Wohlfühlen, nicht um eine Zahl auf der Waage.

Die Waage verbannen

Gewichtsveränderungen spüren wir doch ohnehin an unseren Lieblingsklamotten. Kneift die Jeans, ärgern wir uns. Ungesunde Ernährung und kein Sport führen unweigerlich dazu, dass der Bauch über der Hose hängt. Störte mich bis gestern zwar, aber ich war nicht bereit, etwas dagegen zu tun. Schließlich gibt es Hosen mit Gummizugbund.

Es ist mir lästig, dass ich beim Sitzen nicht gut atmen kann. Drei Kilogramm mehr auf der Waage merkt außer mir selbst wahrscheinlich keiner. Mein Körper ist so programmiert, dass er sehr schnell abnimmt. Schön! Doch genauso schnell nehme ich auch wieder zu. Nicht schön! Ich starte also heute mit Basenfasten und reinige meinen Körper. Damit verschwindet auch der lästige Bauch wieder und ich fühle mich wieder wohl in meiner Haut. 

Bewusster essen

Wenn ich mich gehen lasse, dann sind auch Chips, Kuchen und anderes Zuckerzeug vermehrt auf dem Speiseplan. Dazu Alkohol, Kaffee und Süßgetränke. Autsch! Solange diese Art der Ernährung eine Ausnahme bleibt, ist es völlig ok. Doch das zog sich über Wochen hin und mein Körper wurde sauer.

Die Folgen der Übersäuerung: Ich schlief schlecht, war ständig müde, hatte entsprechend wenig Elan. Die Ideen wollten nicht mehr fließen, sondern dümpelten dahin. Ich fühlte mich ausgelaugt. Mit letzter Kraft hakte ich einen Termin nach dem anderen ab und wurde immer unzufriedener. Damit ist jetzt Schluss! Back to myself!

Ich möchte mich wieder gesund ernähren und meinem Körper Gutes tun. Clean Eating und Basenfasten bringen mich wieder zurück zur Basis.

Zwei Wochen Basenfasten

Morgens starte ich mit warmem Porridge und leckerem Kräutertee. Kaffee, Süßgetränke und Alkohol sind nun für mindestens zwei Wochen tabu. Chips gibt es nur noch selbstgemacht aus dem Ofen und zwar aus Wirsing.

Alternativ esse ich gern Pimientos de Padron als Snack. Mittags gibt es Kartoffeln und Gemüse, abends eine köstliche Gemüsesuppe. Alles esse ich bewusst! Was auch heißt: Ohne Smartphone, Zeitung oder sonstige Ablenkung. Darauf freue ich mich!

Schöne Momente gegen den Herbstblues

Die besten Momente sind doch die, in denen wir einfach sein dürfen wie (und wer) wir sind. Das funktioniert am besten in der Familie und mit guten Freunden. Ich muss nicht mehr überall dabei sein, sondern nur noch dort, wo ich gern bin.

Ein Spiele-Abend mit den Kindern oder gemeinsames Kochen und Backen, Spaziergänge. Das sind Momente, die mir Freude machen. Am Mittwoch lag ich abends mit meinem Fünfzehnjährigen auf dem Sofa. Wir haben die Kochsendung „The Taste“ geschaut und hatten dabei wunderbare Gespräche.  Davon darf es mehr geben.

Ich möchte mir selbst gut tun. Macht ihr mit? Vielleicht fühlt ihr euch auch gerade nicht so wohl, wie ihr solltet. Lasst uns gemeinsam starten: gegen den Herbstblues!

Alles Liebe, eure

Unterschrift Stephie

 

 

Wer Lust auf Basenfasten hat, darf sich gern in meiner Facebook-Gruppe dazu anmelden.

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10 Kommentare

  • Antwort Antje 6. November 2016 at 16:00

    Hallo Stephie,

    Anfang d.J. habe ich das vegane Basenfasten über 2 Wochen mitgemacht und ich war begeistert: Gleichwohl bin ich seit einigen Tagen wieder mit meiner Gruppe im klassischen Heilfasten, was mich auch immer wieder „auf den Pott setzt“. Dein Programm nach Elisabeth Fischer werde ich im Frühjahr gewiss wieder machen !!!
    Der eigentliche Grund meiner Meldung ist der, dass mich dein Herbstblues-Artikel seeeehr gut gefallen hat. Vor allen Dingen, dass du so offen zugibst, dass du in die gleichen Fallen tappst wie ich – und viele andere nette Menschen auch :-) Dein Tipp der festen Zeiten für soziale Netzwerke ist so simpel wie genial und wird unverzüglich umgesetzt.

    Ein herzliches Dankeschööööön und viele Grüße

    Antje

    • Antwort Stephie 6. November 2016 at 16:03

      Liebe Antje,
      vielen Dank für Dein Feedback. Na klar geht es uns allen so… Der Schweinhund ist manchmal stärker, aber wir können ihn austricksen! Alles Gute fürs Heilfasten. Das wollte ich ja auch immer schon mal machen. LG, Stephie

  • Antwort Yvonne 5. November 2016 at 18:43

    Danke für deinen schönen Artikel.
    Ja, ich hab das basenbuch von Elisabeth Fischer schon ein paar Monate im Regal. Jetzt wird es Zeit, dass ich es anpacke – bevor Weihnachten kommt…
    Bei Facebook bin ich nicht. In dem Fall schade, denn ich hätte mich deiner Gruppe gern angeschlossen.
    LG
    Yvonne

    • Antwort Stephie 5. November 2016 at 19:08

      Liebe Yvonne,
      wenn Du Fragen hast, darfst Du mich gern anschreiben. Ganz viele Fragen beantworten sich auch schon aus meinen Artikeln, die ich bereits dazu geschrieben habe. Ich habe tatsächlich Frauen in der Gruppe, die sich nur dafür bei Facebook angemeldet haben. Ist aber natürlich kein Muss. Basenfasten kann man genauso gut auch allein. Oder vielleicht hast Du eine Freundin, die mitzieht? Viel Erfolg wünscht Dir Stephie

  • Antwort Biggi 5. November 2016 at 7:13

    Danke für diesen schönen Post, liebe Stephie,
    mir ging es auch so, und zwar leider schon länger, mich haben zahlreiche Zipperlein total zurück geworfen, so dass ich auch ewig gar keinen Sport gemacht habe und auch viele Chips und anderes ungesundes Zeug gegessen habe. Was das Rausgehen anbetrifft, kann ich dir nur zustimmen, das macht wirklich gute Laune, sogar bei schlechtem Wetter und noch beglückender finde ich es, wenn ich unterwegs noch Moos oder Bucheckern oder irgendwas anderes schönes für meine Herbst- oder Weihnachtsdeko „erbeute“. Im Herbst ist es sowieso toll, mit all den bunten Bäumen. Und alle anderen Jahreszeiten haben ja auch ihren Reiz, das ist auch das Schöne bei uns, dass es draußen immer wieder anders aussieht! :-)
    Ich fühle mich auch total sauer und wollte schon gestern mit dem Basenfasten starten. Frühstück hat auch geklappt, aber dann habe ich meinen Kühlschrank ausgeräumt und geputzt und noch so viel gefunden, was wir noch essen müssen, so dass ich erst am Montag einsteigen werde. Ich freue mich schon total drauf.
    Und ich bin so froh, dass es deine Gruppe gibt. Ich war im Januar schon dabei und habe in 4 Wochen ca. 7-8 kg abgenommen, ein paar davon gingen im Urlaub wieder drauf, jetzt habe ich aber wieder ein bisschen abgenommen, so dass ich seit Januar 6 kg weg habe.
    Zwischendurch war ich mal in einer Whatsapp-Abnehm-Gruppe mit Mädels, die ich persönlich kenne, aber irgendwann gab’s Gezicke, sowas habe ich in deiner Gruppe noch nie erlebt. Ich finde deine Gruppe sehr motivierend und danke dir wirklich sehr dafür.
    Hab ein schönes Wochenende!
    Liebe Grüße
    Biggi

    • Antwort Stephie 5. November 2016 at 15:54

      Liebe Biggi,
      vielen Dank für Deine Motivation, auch heute wieder das Herbstwetter zu genießen. Egal, wie es ist! Ich bin im Herbst geboren und vielleicht ist für mich dieser Monat deshalb so besonders. Ich freue mich, dass Du wieder beim Basenfasten dabei sein möchtest. Ein Start von 0 auf 100 ist gar nicht gut für den Körper. Du machst das also richtig, das Wochenende fürs Reste essen zu nutzen. Alles Liebe, Stephie

  • Antwort Melanie 4. November 2016 at 18:56

    Liebe Stephie, mich wieder wohl fühlen, gesund ernähren und meine Zeit besser nutzen, mit den Kindern bewusster schöne Stunden verbringen, das habe ich mir fest vorgenommen. Leider tappe ich immer wieder in die „Falle Internet“- „nur mal schnell was nachsehen“ „kurz bei fb rein schauen“ und schwupp ist jede Menge Zeit vergangen. Darf ich fragen, wie du das konkret umsetzt, viel viel Zeit gestehst du dir zu, wie hälst du dich an deine Vorgaben und gibt es Zeiten, die besonders gut oder schlecht dafür sind?
    Liebe Grüße,
    Melanie

    • Antwort Stephie 5. November 2016 at 15:58

      Liebe Melanie,
      die Falle Internet ist tatsächlich schwierig zu umgehen. Ich nutze das Internet hauptsächlich beruflich. Dazu gibt es bei mir die Regel, erst einen wichtigen Vorgang zu Ende zu machen. Erst danach öffne ich meine Emails, die ich bearbeite. Danach kurze Pause. Erst dann gehe ich auf die Social Media Kanäle und klicke mich durch, was zu beantworten ist. Dann aber muss es wieder ausgeschaltet werden, um den nächsten Vorgang vom Stapel abarbeiten zu können. Anders funktioniert es bei mir nicht. Erst am Abend schaue ich noch einmal im Internet nach, ob es wichtige Dinge zur Beantwortung gibt. Jeder hat seine idealen Zeiten dafür. Probiere es mal aus. Es macht zufriedener, wenn man diese Zeiten einrichtet. Alles Liebe, Stephie

  • Antwort Birgit 4. November 2016 at 17:19

    Du sprichst mir aus der Seele! Das könnte glatt von mir geschrieben sein, nur habe ich den Einstieg noch nicht gefunden! Am Montag geht die Schule wieder los, Mann und Kind sind aus dem Haus! Ich glaube, das wird mein Start! Jetzt gehe ich erst mal noch los und hole mir so eine leckere Pampelmuse! Danke dür deinen Artikel und die Motivation!
    Birgit

    • Antwort Stephie 4. November 2016 at 18:07

      Prima, dass Du mit an Bord bist! Gemeinsam ist das doch viel besser zu schaffen. Wir sind nicht allein! Wir krempeln die Ärmel hoch und packen das!

    Ich freue mich über Deinen Kommentar