Musst Du lesen: Die sieben Schwestern

22. Mai 2015
Die sieben Schwestern Lesetipp

Es gibt Bücher, von denen kann ich nur sagen: MUSST DU LESEN! Einer dieser wunderbaren Schmöker ist Lucinda Rileys Roman „Die sieben Schwestern“*

Er beginnt etwas traurig beginnt im Jahr 2007: Maias Vater stirbt und lässt seinen Kindern keine Möglichkeit des Abschieds. Die bereits erwachsene Maia ist das Älteste von sechs Mädchen, die Pa Salt aus unterschiedlichen Teilen der Welt als Babys adoptiert hatte. Alle Mädchen hatten eine wundervolle Kindheit und lebten wie Prinzessinnen auf seinem traumhaften Anwesen „Atlantis“ am Genfer See. 

Die sieben Schwestern LesetippDieses erste Buch erzählt ausschließlich die Geschichte von Maia, der ältesten Schwester. Das sollte man wissen, ehe man beginnt, den Roman zu verschlingen. Die weiteren Geschwister betreten zwar kurz die Bühne, sollen aber erst in den Folgeromanen jeweils ihren rechten Platz finden.

Nach Pa Salts Tod bekommen alle sechs Schwestern jeweils einen Brief mit Hinweisen zu deren Herkunft. Bisher hat Maia aufgrund eines schwarzen Flecks ihrer Jugendzeit sehr zurückgezogen gelebt und hat selten die „sichere Festung“ verlassen. Doch Maia wird neugierig und macht sich umgehend auf den Weg nach Brasilien, um ihrer Geschichte auf den Grund zu gehen. Dort hilft ihr ein Buchautor, der vor Ort lebt und dessen Roman sie kürzlich im Auftrag übersetzt hatte. Gemeinsam folgen sie den Spuren, die Pa Salt hinterlassen hat.

Verknüpft ist Maias Leben unweigerlich mit dem ihrer Großmutter Bel, dessen Lebensgeschichte Mitte der Zwanziger Jahre spannend und einfühlsam beschrieben wird. Schließlich lebte Bel in Rio und durfte unmittelbar an der Konstruktion der berühmten Christus-Statue teilhaben. Bel soll einen Mann von gutem Stand heiraten, den sie nicht liebt, aber der ihr kurz vor der Eheschließung einen lang gehegten Wunsch erfüllt: Sie möchte einmal in die „alte Welt“ eintauchen und Paris sehen. So reist sie mit der Familie ihrer Freundin für mehrere Monate nach Europa. Die historischen Einblicke sind verknüpft mit einer spannenden, aber komplizierten Liebesgeschichte, was ich als sehr gelungen und nicht zu kitschig empfand. Erzählt in einer wunderbaren Mischung aus geschichtlichen Hintergründen, Tragik, Liebesgeschichte und echter Spannung! 

Ich blätterte mich fleißig durch den wirklich dicken Wälzer und wurde immer stärker in den Bann der beiden Geschichten gezogen, die sich am Ende zusammenfügen. Einige Fragen bleiben noch offen, so hat Lucinda Riley genügend Platz für eigene Phantasie gelassen. Außerdem erhoffe ich mir, dass es in den folgenden Romanen weitere Hinweise zum Tod des Vaters und seines Motivs der Adoptionen geben wird. Auch das Rätsel der siebten Schwester, die Pa Salt nach eigener Aussage „nicht gefunden“ hat, spornt an, auch die Fortsetzungsromane zu lesen.

Ich wünsche mir, dass alle sieben Geschichten so miteinander verbunden werden, dass immer wieder vorhersehbare aber auch geheimnisvolle Begebenheiten zu einem großen Ganzen zusammengefügt werden. Sieben Mal über 500 Seiten zu lesen klingt zwar scheinbar nach einer Herausforderung (hätte eine Trilogie ausgereicht?), aber es wird sich lohnen. Als Fan von Lucinda Riley bin ich sicher, dass alle sieben Romane mitreißend geschrieben sind. Ihre Figuren sind so lebendig und interessant erzählt, das ich gern mitfiebere, wie es ihnen weiter ergehen wird.

Fazit: Eine Familiensaga mit fesselndem Auftakt! Ich freue mich schon auf den zweiten, dritten, vierten… Roman.

Als kleinen Leckerbissen dürft ihr hier kostenlos eine 42 Seiten starke  Leseprobe von „Die sieben Schwestern“ downloaden. 

Habt viel Spaß beim Lesen, eure Stephie

 

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