Kindergeburtstag – Teil 1 – Organisation

12. März 2013

Ihr Lieben, Kindergeburtstag stellt uns immer wieder vor einen Haufen Stress… Doch wenn die Organisation mal steht, dann macht es richtig Spaß, finde ich. Denn: Pro Kind ist Kindergeburtstag nur einmal im Jahr, dafür nehme ich gern ein wenig Stress mehr in Kauf und mache mein Kind glücklich!



Als erstes denken wir uns gemeinsam ein Motto aus. Hat man das Motto, kommen die weiteren Ideen wie von selbst. Mit Motto meine ich nicht nur Indianer, Prinzessinnen oder Star Wars – denkt mal etwas weiter: Was mag euer Kind besonders? Einmal hatte meine Tochter einen Schmetterlings-Geburtstag. Das Motto hatte bisher noch niemand und, ich sage euch – es war der Knaller. Was fällt mir alles ein zum Thema Schmetterling? Der Geburtstagskuchen wurde mit Gummibärchen in Schmetterlingsform verziert, die Deko war super einfach, die Kinder (waren noch klein) haben Schmetterlinge aus Tonkarton gebastelt und den ganzen Tag drehte sich alles um den Schmetterling. Ich habe sogar den kleinen Mädels etwas zur Entstehung des Schmetterlings erzählt, schließlich war gerade Frühlingsanfang… Die Kinder (die wollten) wurden von mir im Gesicht als Schmetterling angemalt und schwirrten kreuz und quer durch den Garten. Bei der abschließenden Schatzsuche (die der große Bruder organisiert hat), fanden die Kinder in der im Sandkasten verbuddelten Schatzkiste herrliche Süßigkeiten mit mottopassendem Motiv.

Soviel zum Motto. Zunächst also mache ich mir einen Plan für den ganzen Tag – dafür habe ich mein schwarzes Buch, in dem schon mindestens die letzten 6 Geburtstage stehen. Beim Zurückblättern fand ich gerade das Motto „Bullerbü“, das war auch wunderschön. Also, in dieses schwarze Buch wird zunächst das Motto als Titel, das Datum und die Gästeliste eingetragen – nach und nach die Zu-/Absagen notiert. Darunter die Idee, was man als Mitgebsel besorgen möchte. Dann die Kuchenwünsche (bei mir immer einer passend zum Motto dekoriert), Getränkewünsche (Kindersekt ist derzeit der große Hit und schlimmer als Fanta & Cola ist der sicherlich auch nicht) und die Raumdekoideen. Danach die Liste, was man spielen könnte und ein Notprogramm, falls alle irgendwas doof finden (kam bei uns noch nie vor zu Glück). Der Ablaufplan gehört dazu und natürlich das Abendessen (die Eltern der geladenen Gäste nach Allergien fragen!).
Auf einem Extrazettel schreibe ich auf, was ich wann vorbereiten und einkaufen kann – super ist z.B. der klassische Kekskuchen „kalte Schnauze“ – schmeckt nämlich am besten nach 1 – 2 Tagen (Kühlschrank). Auch diese Dinge wie „Freundin nach Discokugel fragen“, „Leinwand suchen“ etc. werden dort notiert. Auch: Wer ist mein/e Helfer/in an dem Tag? Sehr sinnvoll, jemanden zu haben, der Kaffeetisch abräumen und alles in Spülmaschine verfrachten kann, während man mit den Kids schon das nächste Spiel anfängt! Auch seelisch eine Stütze, wenn es mal nicht so läuft oder um mal kurz mit Sektchen anzustoßen, wenn es gerade super läuft und die Kinder sich allein beschäftigen – durchatmen und freuen!
SO – wenn dieser ToDo-Plan schriftlich steht, habe ich Planungssicherheit und bin schon wieder locker: Läuft schon!

Nun geht es an die Einladungskarten. Diese werden natürlich auch passend zum Motto kreiert. Oft hat meine Tochter dazu ihre eigenen Ideen und bastelt natürlich liebend gern dabei mit. Die Karten werden mindestens 10 Tage vorher verteilt – ich selbst ärgere mich immer darüber, wenn unsere Kinder Einladungen bekommen und das Fest findet schon ein paar Tage später statt. Dann kommt man in Stress, ein Geschenk zu besorgen, ggfs. Termine zu verschieben etc. Also bin ich damit immer recht früh dran.

Apropos Geschenk: meine Erfahrung hat gezeigt, dass es ziemlich große Unterschiede gibt, wie großzügig ein Kind ein anderes beschenken kann / darf. In der Regel besorge ich ein großes Geschenk und die Mütter geben mir den Wunschbetrag dazu. Für mein Kind sieht es IMMER so aus, als bekomme es das Geschenk von allen ihren Freunden gemeinsam. Bei meinem Sohn war das einmal ein Gesellschaftsspiel, das recht teuer war und er weiß heute noch (nach vielen Jahren), dass er dies von seinen Freunden geschenkt bekommen hat. Oft denken sich die Kinder schon beim Wunschzettel schreiben aus: das wünsche ich mir von meinen Freunden. Oder aber man sammelt für einen Gutschein im beliebten Spielzeugladen, z.B. für das große Legopaket. Das erledigt dann oft eine der Mütter, deren Kind auch eingeladen ist. Man weiß ja, wem man sowas zumuten kann und oft ist es eine regelmäßige Gegenseitigkeit. Wenn wir Gutscheine verschenken (denken wir jetzt mal von der anderen Seite, nämlich als Gast), dann bin ich oft diejenige, die das Geld sammelt. Ist es nun ein Gutschein, finde ich es immer komisch, einem Kind einfach im Namen von 10 Kindern einen Umschlag in die Hand zu drücken. Dazu denke ich mir auch immer gern etwas aus. Z.B. bastle ich gern etwas aus Papier, das zum Geburtstagswunsch oder zum Motto passt. ein Beispiel hier, als sich ein Mädchen einen Gutschein für Reitzubehör wünschte (der eigentliche Gutschein war nur eine Scheckkarte, dann habe ich dazu das Pferd gebastelt, den Gutschein in die Mitte geschummelt und Zettelchen mit den Namen der schenkenden Gäste hineingesteckt – das kam gut an):



Aber ich schweife ab. Hier geht’s ja nicht um schenken, sondern darum, selbst den Geburtstag zu feiern.
Es gibt viele Dinge, die habe ich irgendwann mal für solche Tage angeschafft, in unsere „Geburtstagskiste“ gesteckt und brauche sie zu jedem Geburtstag wieder: Girlanden (eine für Jungs, eine für Mädels), Kerzen, Türschild „Hier ist die Party“, Discokugel und alles was sich sonst an Deko eignet. Ich kaufe nicht immer alles neu.. Schöne Servietten oder Kerzen kaufe ich manchmal Monate vorher schon im Angebot, dieses Pappteller- und Plastikbecher-Gedöns spare ich mir komplett. Damit können die Kinder sowieso nicht richtig umgehen – Teller verrutschen, Becher kippen um – mit ordentlichem Geschirr geht’s besser. Tischdeko passend zum Motto bastle ich manchmal aus Einladungskartenresten oder ich nehme, was ich so im Haushalt finde und dazu passt. Meistens geben es ja auch schon die schönen Kuchen her – da braucht’s nicht mehr viel Deko auf dem Tisch.

Man hat schon oft zu mir gesagt, dass ich viel zu großen Aufwand betreibe für diese Geburtstage. Ich finde: Ich liebe mein Kind, freue mich über den Tag der Geburt und möchte meinem Kind damit zeigen, dass auch für mich dieser Tag ein ganz besonderer ist. Es ist keine Last, die mit Stöhnen kommentiert werden muss „oh, schon wieder Kindergeburtstag – ich gehe mit den Kindern am besten in eine Tobehalle, dann habe ich damit nicht viel am Hut und es ist schnell vorbei!“ Wie schrecklich!!!
Nichts gegen diese Sport-Tobehallen, nicht jeder hat den Platz, zu Hause mehr als 10 Kinder zu beschäftigen und zu verköstigen. Das sehe ich alles ein und mein Sohn als Sportler hat auch schon einige Sportgeburtstage gefeiert. Aber auch diese kann man mit etwas Mühe ganz besonders gestalten. Dazu an dieser Stelle mehr, wenn ich einzelne Mottogeburtstage beschreibe.

Für die Schule (da wird bei uns auch immer was mitgebracht) hat sich unsere Tochter in diesem Jahr überlegt, ein kleines Geschenkchen für jeden Schüler mitzubringen. Ich dachte ja eher an 1 Berliner Ballen oder Donut pro Kind und fertig damit. Nein, wir haben letztlich bunte Pappbecher (da kommen sie doch noch zum Einsatz) gekauft und dazu passende Servietten, einzeln abgepackte Süßigkeiten und das sah dann so aus:

     



Mir danken es meine Kinder sehr oft, dass ich soviel Aufwand betreibe. Sie erwarten es nicht, aber sie spüren meine Vorfreude und mein Mitfiebern auf diesen Tag hin. Das ist etwas ganz Wunderbares!

Nehmt es an und freut euch! Man muss sicher so viel Aufwand betreiben, um sein Kind glücklich zu sehen – ich mache es aber gern und lasse euch an meinen Ideen teilhaben, sicherlich möchte ich damit niemanden unter Zugzwang setzen. Jeder hat dazu eine eigene Meinung. Ich schaue mir gern die Ideen anderer an und das wiederum regt mich wieder zu neuen Ideen an. Ich freue mich also über eure Anregungen….

Es wird noch einiges zu meinen Kindergeburtstags-Motti kommen. Ihr merkt, es liegt mir am Herzen. Aber dafür habe ich derzeit keine Zeit, denn ich plane gerade unseren nächsten Kindergeburtstag – einen mit dem Motto „Fotoshooting für große Mädels“, demnächst an dieser Stelle….

Alles Liebe und viel Spaß beim Planen,

eure Stephie


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1 Kommentar

  • Antwort sanni 9. Februar 2014 at 19:35

    Ich liebe auch Kindergeburtstage
    Leider fehlt uns für dieses Jahr noch ein Motto. Was hast du denn für deine Tochter als sie 9 wurde gemacht?

  • Ich freue mich über Deinen Kommentar