Schnelles, gesundes Pausenfrühstück – sehr cool!

25. Juni 2013

Endspurt Schule – bald beginnen die Sommerferien!! Dennoch habe ich vorher noch ein Anliegen:

Nachdem mir eine Grundschullehrerin zum wiederholten Male erzählte, wie viele Schulkinder katastrophal ungesundes Frühstück in ihre Butterbrotbox bekommen, nehme ich das zum Anlass, darüber öffentlich zu schreiben. Noch schlimmer ist es natürlich, wenn man hört, dass manche Kinder grundsätzlich überhaupt nichts zu essen und zu trinken mit in die Schule bekommen! Diese Kinder werden beispielsweise an unserer Schule immer von allen anderen mitversorgt – jeder gibt eine Kleinigkeit ab, so üben die Kinder auch gutes Sozialverhalten.


Ich möchte mir nicht anmaßen, alles besser zu machen, aber ich gebe mir redlich Mühe. Natürlich gibt es stressige Vormittage – da hat man keine Zeit, Sandwiches mit Salatblatt und Putenschnitzelchen zu kreieren, Gemüse zu schnibbeln und lustige Pfannkuchen-Gesichterchen in süße kleine Boxen zu packen. NEE – das mache ich auch nicht!

Dennoch gibt es gesunde Alternativen zu völlig überzuckerten Supermarkt-Müsliriegeln, schlimmer noch Schokoladenriegeln (es gibt tatsächlich Kinder, die bekommen jeden Morgen Snickers, Mars etc. in ihre Brotbox!) oder zu latschigen Toastbroten mit Nutella. Auch das Leberwurstbrot ist passé!

Fragt mal eure Kinder, WO das Frühstück gegessen wird – in der Klasse oder auf dem Schulhof. Wenn in der Klasse gegessen wird, sitzen die Kinder am Tisch und können kleinere Teile mitnehmen. Essen sie aber auf dem Schulhof im Stehen, dann sind größere Teile angenehmer zu essen..

Meine Kinder lieben Studentenfutter! Dazu röste ich in einer Pfanne ohne Fett oder im Backofen jedes Wochenende (dann ist nämlich auch Zeit dafür) eine größere Menge an Mandeln, Chashewkernen und Sonnenblumenkernen und fülle diese nach dem Abkühlen in eine große Dose um. Dazu kommen noch Rosinen und alles wird gut durchgemischt. Die Zubereitung dauert nur wenige Minuten und ich kann die Lieblingsnüsse der Kinder aussuchen (ideal auch bei Allergikern, die das fertige Studentenfutter sowieso nicht essen dürfen – außerdem schaut auch hier mal auf die Zutatenliste: versteckter Zucker!).
Am Morgen nehme ich einfach die gewünschte Tagesportion heraus – diese kommt in eine extra Dose, damit es kein Chaos in der Brotbox gibt.


Nicht jedes Kind mag das Studentenfutter ohne Zucker, aber probiert es mal aus. Eine tolle Alternative zu den gekauften Müsliriegeln ist, ebenfalls diese selbst in größeren Mengen 1x in der Woche für die ganze Woche schon vorzubereiten. Ein Rezept dafür findet ihr am Ende dieses Posts.

Jeden Tag gibt es dazu eine Portion Obst oder Gemüse. Einen Apfel oder eine feste Birne zu vierteln ist doch wirklich keine Arbeit! Die Schale bleibt da bei uns immer dran – das haben wir von Anfang an so „trainiert“, denn auch in der Schale sitzen viele Vitamine. Eine ungeschälte Mandarine allerdings wird wieder in der Box zurück nach Hause laufen, denn das Pellen ist zu mühselig für eine Pause – die Kinder wollen hauptsächlich spielen, und das sollen sie ja auch. Also alles direkt verzehrbereit mitgeben!
Eine rote Paprika oder halbe Schlangengurke am Abend zuvor in Streifen zu schneiden ist auch nicht die Welt – beides hält sich in einer luftdichten Box wunderbar bis zum Morgen. Noch viel schneller und einfacher: Weintrauben oder Cocktailtomaten waschen, abtrocknen und in die Frühstücksbox kullern lassen!

Was haben wir noch? Genial sind diese hübschen kleinen Reiswaffeln (ungezuckert und nicht gesalzen, wenn’s geht). Diese vom Foto habe ich im Biomarkt gekauft. Auch nicht allzu viel Aufwand für den stressigen Morgen sind die kleinen, runden Vollkorn-Pumpernickel. Diese mit Frischkäse oder Gouda belegt sind der Hit auf dem Pausenhof – vor allem, wenn man 3 Pumpernickel stapelt!

Also, geht alles wirklich schnell, ist abwechslungsreich, macht nicht dick und ist schön bunt in der Frühstücksbox! Eben echt cool!

Dann noch zu den Getränken:

Limonade, industriell gemixte Apfelschorle oder Energiedrinks sind wirklich nicht das Richtige für die Schule – eigentlich sollten diese nur eine große Ausnahme bilden. Viele Kinder aber trinken diese Zuckerbomben täglich in der Schule (und wahrscheinlich zu Hause dann auch!). Viel gesünder, umweltfreundlicher und preisgünstiger sind selbst gemischte Getränke, die in wiederverwendbare Getränkeflaschen abgefüllt werden. Bei unserem Sohn ist das unproblematisch – der nimmt am Liebsten Wasser ohne Kohlensäure mit. Unsere Tochter mag das aber nicht pur und bekommt dann einen guten Spritzer Zitrone ins Wasser oder aber maximal ein Viertel des Gesamtvolumens Apfeldirektsaft.

Auch, wenn die Ferien schon an die Tür klopfen: Testet doch mal an, wie das neue, gesunde Frühstück bei den Kids ankommt und ob ihr tatsächlich mehr Arbeit in der Küche dafür habt. Ein Aussuchen gesunder, schmackhafter Lebensmittel gemeinsam mit den Kindern – quasi eine Gesundheitsschnitzeljagd in der Küche – macht Spaß und sensibilisiert auch die Kinder darauf zu achten, was sie essen!

Ich sage: es wird den Kindern gefallen und EUCH AUCH!


Hier noch das versprochene Müsliriegelrezept meiner Bloggerkollegin und Freundin Maxie! Viel Spaß!

Alles Liebe, eure


Wenn ihr mal wissen wollt, wieviel Zucker und andere ungesunde Zutaten eure gekauften Müsli- und Schokoriegel oder auch Getränkepacks enthalten, dann schaut hier: Foodwatch prüft regelmäßig die Inhaltsstoffe von Lebensmitteln, vor allem für Kinder.

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1 Kommentar

  • Antwort Torry 31. Juli 2013 at 10:57

    Sieht das lecker aus, muss ich mir auch mal machen! Ich esse am liebsten Himbeercrepes am Morgen. Das liegt wohl an meiner Amerikanischen abstammung :D Habe mir aber das Rezept aufgeschriebe. Lg Torry

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