5 Tipps zu Kopfschmerzen bei Jugendlichen

18. Juli 2017
Kopfschmerzen bei Jugendlichen besser behandeln. Mädchen massiert sich die Schläfen

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Über Kopfschmerzen bei Jugendlichen habe ich mir lange keine Gedanken gemacht, doch seit kurzer Zeit klagt auch unsere Tochter ab und zu darüber. Anfangs nahm ich die Kopfschmerzen nicht wirklich ernst, da unser Mädchen im Alter von dreizehn Jahren schließlich noch im Wachstum steckt. Außerdem waren die Schmerzen meist schnell vorüber. Zunächst also kein Grund für einen Arztbesuch. Doch dann kamen die Schmerzen wieder und wir wollten dem Phänomen auf die Spur kommen! 

Kopfschmerzen bei Jugendlichen besser behandeln. Mädchen massiert sich die Schläfen

 

Als erfahrene Mutter fragte ich dann zunächst nach, ob möglicherweise am folgenden Tag eine Arbeit oder ein wichtiger Test anstand. Das tat ich nicht, um sie zu Vorspiegelung erdachter Krankheit zu überführen. Schließlich vertraue ich meinem Kind! Doch die Kopfschmerzen könnten ja auch daher rühren, dass sie einen psychischen Druck verspürte, der sich dann in Kopfschmerzen äußerte.

Allerdings ist unsere Tochter eine gute Schülerin, der es nicht schwer fällt, gute Noten zu erzielen. Schnell kam ich also zu folgenden Vermutungen:

„Trinkst du vielleicht zu wenig?“

„Du musst auch mal wieder mehr an die frische Luft gehen!“ 

„Vielleicht bewegst du dich zu wenig im Alltag.“

„Du brauchst deutlich mehr Schlaf. Sage ich doch immer schon…“

 

So lange wir nicht wissen, woher die Kopfschmerzen bei Teenagern kommen, mutmaßen und empfehlen wir Mütter was das Zeug hält. Sprüche, die wir schon von unseren Müttern hörten, werden wieder herausgekramt. Schließlich möchten wir helfen und dem Kind den Leidensdruck nehmen.

 

Kopfschmerzen bei Jugendlichen immer ernst nehmen

Generell finde ich es sehr wichtig, Kopfschmerzen bei Teenagern ernst zu nehmen. Kleinere Kinder klagen eher über undefinierbare Bauchschmerzen. „Was die Bauchschmerzen des Kleinkindes sind, das sind die Kopfschmerzen des Jugendlichen“, sagte unser Kinderarzt damals. Die Bauchschmerzen haben wir geheilt, indem wir für unser Kind da waren. Wir haben es mit Wärmekissen und Tee umsorgt und meist war dann schnell alles wieder gut.

Was aber tun bei Kopfschmerzen?

Ich bin generell dagegen, immer gleich Medikamente zu verabreichen. Meine Kinder sollen lernen, Hausmittel anzuwenden und nicht bei jeder Beschwerde nach einer Tablette suchen. Selbstverständlich gebe ich bei starken Schmerzen auch eine an das Alter angepasste Dosis Ibuprofen – doch das bleibt eine Ausnahme. 

Die Kopfschmerzen könnten psychische Ursachen haben wie Streit mit Freunden, Druck in der Schule, zu viele Gedanken über Vorkommnisse im engsten Umfeld oder allgemeine Sorgen. Diese Ursachen klopfe ich immer zuerst ab.

Liegt da nichts vor – soweit ich das einschätzen kann, dann suche ich weiter. Untersuchungen beim Augenarzt ergaben, dass ihre Sehkraft hervorragend ausgebildet, der Augendruck normal ist und nicht Auslöser der Kopfschmerzen sein kann. Diese Idee war also auch ein Irrweg… Bei meiner Tochter hat sich inzwischen herausgestellt, dass die Kopfschmerzen im selben Rhythmus auftreten.

 

 

Kopfschmerzen bei Jugendlichen besser behandeln. Mädchen sind häufiger betroffen. Initiative Schmerzlos

 

Ursachenforschung zu Kopfschmerzen bei Teenagern

Mit Hilfe einer App zeichnet meine Tochter ihren Zyklus auf. Die trägt nicht nur ein, wann ihre Periode einsetzt, sondern auch das Auftreten von Unwohlsein und Kopfschmerzen. Siehe da: Eine Woche, bevor die Periode beginnt, treten regelmäßig wie ein Uhrwerk diese starken Kopfschmerzen auf! Heureka, da haben wir die Diagnose! 

Auch unser sechzehnjähriger Sohn klagt alle paar Wochen über Kopfweh. Die Ursache konnte hier ein Physiotherapeut feststellen: Bei einseitig auftretenden Kopfschmerzen war meist auch eine Schulter betroffen. Die Nacken-Muskulatur war teilweise so fest, dass es nicht verwunderlich war, dass sich daraus Spannungskopfschmerzen entwickelt hatten.

„Das kann an der speziellen Körperhaltung liegen, die Teenager einnehmen, wenn sie am Computer arbeiten!“, klärte uns der Physiotherapeut auf.

Damals als kleiner Junge tobte unser Sohn täglich im Garten, rannte mit Freunden durch den Wald und verbrachte die meiste Zeit des Tages draußen. Das hat sich als Teenager geändert: Jetzt ist Chillen nach der Schule angesagt und die Zeit am Computer wird nur durch Fußballtraining, Essen und Besuch unterbrochen. Ich erzähle euch da nichts Neues, vermute ich. 

 

Natürliche Tipps bei Kopfschmerzen

Kopfschmerzen sollten nicht einfach ausgehalten werden! Wer – wie ich – nicht direkt zur Tablette oder Schmerzsaft greifen möchte, der versucht es zunächst einmal mit diesen natürlichen Tipps gegen Kopfschmerzen:

  • Massagen im Schulter- und Nackenbereich

    Hilfreich ist es auch, die unteren Schädelknochen ganz leicht zu massieren. 

  • Die Schläfen können durch Einreiben mit Minzöl beruhigt werden 

    Dabei sollte das Kind sich auf den Rücken legen und die Augen schließen. Bei uns hilft es zudem, mit kühlem Wasser getränkte Wattepads auf die geschlossenen Augen zu legen (Die Pads bitte vorher gut auspressen!). 

  • Manchmal brauchen die Jugendlichen einfach etwas Ruhe und Entspannung:

    Computer ausstellen, sich aufs Bett legen, die Augen schließen und dabei leise Musik hören. 

  • Regelmäßiger Sport und gesunde Ernährung

    Für jeden Jugendlichen gibt es die richtige Sportart. Ich gebe zu, dass die Suche danach bei unserer Tochter schwieriger war als beim Sohnemann. Sie hat alles ausprobiert von Tanzen über Reiten bis zum Tennis, was nach recht kurzer Zeit dann doch nicht mehr gefiel. Inzwischen bekommt sie gemeinsam mit ihrer Freundin zweimal pro Woche eine Trainingsstunde mit einem Personal Trainer, der die Mädels ordentlich herausfordert. Das macht ihnen Spaß, da der Trainer (Physiotherapeut) ein abwechlungsreiches Programm liefert. Sport macht glücklich! Dazu gehört eine gesunde und ausgewogene Ernährung.

  • Bewegung an der frischen Luft

    Die Teenager nach draußen zu jagen ist nicht immer so einfach. Eine gemeinsame Runde mit Mama durch den Wald ist attraktiver zu gestalten, indem wir unterwegs eine kleine Foto-Session einbauen. Damit habe ich meine Tochter schon einige Male vor die Tür gelockt. Dabei sind wirklich tolle Bilder entstanden und zudem wurde sie lockerer, hatte frische Luft um den Kopf und wurde dadurch tatsächlich einige Male den Kopfschmerz los. 

 

 

Infografik Häufigkeit Kopfschmerzen. Copyright: Initiative Schmerzlos

© Initiative Schmerzlos

 

Mein Fazit

Wir sind sehr froh, der Hauptursache von Kopfschmerzen bei unseren Kindern schnell auf die Spur gekommen zu sein. Denn auch wenn unsere Kinder generell sehr selten krank sind und wir auftretende Kopfschmerzen schnell in den Griff bekommen, waren wir doch anfangs recht hilflos. Dieser Hilflosigkeit können ein Arzt, Physiotherapeut oder andere Fachleute im medizinischen Bereich Abhilfe schaffen. Nehmt Unwohlsein und Schmerzen bei Kindern und Jugendlichen bitte immer ernst, auch wenn keine offensichtlichen, organischen Ursachen vorliegen. 

Manche Kinder und Jugendliche setzen sich selbst unter (Leistungs-)Druck und eine unnatürliche Körperhaltung kann durch Sport ausgeglichen werden. Ich kenne auch Menschen, die als Jugendliche unter schwerer Migräne litten, deren Ursache nie herausgefunden wurde. Der eine leidet heute noch regelmäßig darunter, bei der anderen Person hat es sich „heraus gewachsen“.

Ihr seid nicht allein damit, wenn euer Kind unter regelmäßigem Kopfschmerz leidet! 

Weitere Maßnahmen gegen Kopfschmerzen und Informationen zu möglichen Ursachen findet ihr auf der Homepage der Initiative Schmerzlos. Führende Schmerz-Experten geben hier ihr Wissen preis und räumen auf mit Mythen der Herkunft von Kopfschmerzen und Migräne bei Jugendlichen. Wir finden dort Antworten dazu, wie wir Kopfschmerzen vorbeugen und wie wir diese im Bedarfsfall selbst behandeln können. Außerdem gibt es dort einen kostenlosen Download eines Schmerz-Tagebuches, das hilfreich sein kann zur Aufklärung der Ursache von Kopfschmerzen bei Jugendlichen. 

Alles Gute für eure Kids wünscht eure 

Unterschrift Stephie

 

 

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1 Kommentar

  • Antwort Jana 19. Juli 2017 at 10:49

    Liebe Stephie,
    Vielen Dank für den Artikel! Als Mutter von zwei Töchtern (13 und knapp 16) hatte ich damit auch schon zu tun. Leider waren die Ursachen für die zum Glück selten auftretenden Kopfschmerzen bei meinen Mädchen immer recht diffus. Meistens konnten die Beschwerden mit Ruhe, einer Massage und Minzöl gelindert werden. Nur wenn es gar zu schlimm ist, gebe ich abends Ibuprofen, damit die Mädels gut in den Schlaf kommen.
    Klagt eine von beiden über Kopfschmerzen, ist mein erster Reflex auch immer sofort die Frage „Hast Du genug getrunken?“ :-)
    Ich nehme Deine Anregung auf, noch einmal zu mehr Sport zu ermuntern – der kommt hier leider auch zu kurz.
    Viele Grüße, Jana.

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