Seichte Strand-Lektüre: Die Frauen der Rosenvilla

3. Juli 2015
Die Frauen der Rosenvilla

Schon wieder habe ich ein tolles Buch ausgelesen und möchte es euch hier vorstellen: „Die Frauen der Rosenvilla“* von Teresa Simon. Bitte nur lesen, wenn ihr Schokolade greifbar habt ;-)

Was ich auch nicht wusste: Dresden war zu Beginn des 20. Jahrhunderts das Zentrum der Deutschen Schokoladenindustrie. Anna Kepler erbt nicht nur den außergewöhnlich feinen Geschmackssinn ihres Opas, sondern auch sein altes Haus: Die Rosenvilla. Der Garten ist leider nicht mehr ansehnlich und Anna möchte ihm wieder die Rosen schenken, die der Villa einst ihren Namen gaben.

DDie Frauen der Rosenvillaa sie zeitgleich im Jahr 2013 ihr zweites Café mit Schokoladen-Manufaktur eröffnet, engagiert sie Helfer zur Rosenanpflanzung. Die Gärtner finden beim Umgraben des verwilderten Gartens eine uralte Schatulle, deren Inhalt Anna stutzig werden lässt: Neben skurril wirkenden Gegenständen gibt es darin unsortierte Tagebuchblätter, die offenbar von mehr als einer Person geschrieben wurden. Anna beginnt zu lesen und sie wie auch der Leser taucht ein in die Geschichte mehrerer Generationen der Schokoladen-Dynastie, die nicht klar strukturiert ist. Das macht es etwas schwierig, die Zusammenhänge zu erfassen, doch nach einigen Seiten halten wir die Fäden beisammen und beginnen zu verstehen. Annas Freundin Hanka (Bibliothekarin) hilft, die Tagebuch-Einträge zu sortieren und so bekommen auch wir Leser allmählich den Durchblick:

Es geht um Frauen, die einst in der Rosenvilla lebten: Helene im Jahr 1892, Emma um 1919 und Charlotte um 1939. Ihre Geschichte ist unweigerlich verbunden mit Annas Opa und damit auch mit ihren Eltern (die den Opa stets ablehnten) und letztlich auch mit ihr selbst – doch wie? 

Wir werden entführt in die Welt der Schokolade und der Rosenzucht, ins Deutschland der letzten 100 Jahre und immer wieder zurück in die Gegenwart. Anna wird uns eine vertraute Freundin, die ihre eigenen Probleme zu meistern hat und zusätzlich ein lang gehütetes Familiengeheimnis lüften möchte.

Auch wenn ich mir am Anfang des Buches eine Auflistung der Verwandtschafts-Verhältnisse der Figuren gewünscht hätte, um den richtigen Anschluss zu bekommen, so konnte ich doch das Buch flüssig lesen. Besondere Spannung entsteht im letzten Drittel des Buches, wodurch ich eine ganze Nacht durchgelesen habe, um das Ende zu erfahren. Mein Tipp: Ein Power-Nap am folgenden Tag hilft ;-) 

Mein Fazit: eine wunderbare Strand-Lektüre, die sich gut lesen lässt und Hunger auf Schokolade macht.. Im Epilog finden wir noch dazu leckere Rezepte und ratet mal, was ich unbedingt in meinem neuen Garten anpflanzen möchte? ROSEN!

Zu gern würde ich mich sofort ins Auto setzen und in der Altstadt Dresdens sowohl die herrlichen Schokoladen-Cafés als auch Hankas Buchhandlung besuchen. Leider ist aber alles nur gelungene Fiktion..

Hier könnt ihr die Leseprobe anlesen, ob das Buch auch euch gefällt!

Viel Spaß mit dem Roman und schöne Ferien!

Eure Stephie 

 

 *Affiliate Link zu Amazon. Vielen Dank an Random House für die Zusendung des Buches.

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1 Kommentar

  • Antwort Melanie 3. Juli 2015 at 11:25

    Liebe Stephie,
    vielen Dank für diesen Lesetipp – das Buch brauche ich unbedingt als Urlaubslektüre…
    Liebe Grüße
    Melanie

  • Ich freue mich über Deinen Kommentar