Clean Eating mit EatTrainLove

3. Juni 2016
Clean Eating mit EatTrainLove. Buchcover

Letzte Woche erhielt ich ein druckfrisches Buch zur Rezension, für dessen Ankunft es keinen besseren Termin gegeben hätte: Ich bin nach dem für mich sehr ereignisreichen Monat Mai reif für CLEAN EATING! Mein Körper lechzt geradezu danach. 

Was Clean Eating genau bedeutet, wie es funktioniert und was es bewirkt, erklärt uns die Autorin von Ganzheitlich gesund mit Clean Eating und Yoga*, Kristin Woltmann, im Interview.
Zunächst aber mein eigener Eindruck vom Buch, das meine neue Gesundheitsbibel werden könnte:

Clean Eating ist keine Diät! 

Mit dem über 170 Seiten starken Buch machte ich es mir in meinen Lieblingssessel bequem. Ich war völlig gefangen von dem, was Kristin dort schrieb und las das Buch von vorn bis hinten in einem Rutsch durch! Clean Eating soll nämlich nicht als Diät verstanden werden, die vorübergehend für eine Weile „durchgehalten“ wird. Wir sollten zurück kehren zu ursprünglichen, gesunden Nahrungsmitteln, die wir mit Lust und Freude essen. An sich esse ich schon lange CLEAN und es gibt tatsächlich wenige ungesunde Lebensmittel in unserem Kühl- oder Vorratsschrank. Ich las das Buch also mit zustimmendem Nicken. Clean Eating ist kein Verzicht, sondern ein Gewinn! Es ist flexibel, auch für alle Lebensmittelallergien und Vorlieben (vegan, vegetarisch, glutenfrei) anwendbar und wandelbar. 

Clean Eating mit EatTrainLove. Buchcover

 

Clean Eating ist ein ganzheitliches Konzept, mit dem wir dauerhaft gesund und satt sind.

Der Schlankheits-Effekt tritt dabei ganz automatisch auf, wenn wir uns nur darauf konzentrieren, WAS wir essen. Denn längst nicht alles, das wir als Lebensmittel bezeichnen, hätte auch unsere Oma als solches erkannt, sagt Kristin Woltmann. Schaut doch mal auf die Verpackungen der Lebensmittel in eurem Vorratsschrank. Wie lang ist die Inhaltsliste und wisst ihr wirklich, was sich hinter den Bezeichnungen verbirgt? Nein? Dann solltet ihr es auch nicht essen! Schließlich kann der Körper nur so viel Gutes geben, was er von uns bekommt über Essen, Training und (Selbst-)Liebe. Wie soll unsere Haut strahlen und unser Haar glänzen, wenn wir dem Körper schlechte Nahrung geben? Wir versuchen immer wieder, durch noch besseres Shampoo, immer teurere Hautcremes und kaschierende Kleidung ein Optimum an Aussehen zu erlangen. Wenn ich mir das mal so plakativ deutlich mache, wird mir manches klar. „Sei die beste Version von Dir“, propagiert Kristin in ihrem Buch. DU BIST, WAS DU ISST!

Wenn ihr hier mit mir ins Buch blickt, seht ihr Rezepte, die so gar nicht nach Verzicht aussehen – wie beispielsweise der Flammkuchen:

Clean Eating mit EatTrainLove. Flammkuchen Rezept

Rezeptfoto: © Irisiana Verlag/Mike Hofstetter
aus „Ganzheitlich gesund mit Clean Eating und Yoga“, Kristin Woltmann

 

Auch Ausnahmen von der Regel darf es geben.

Besonders froh war ich doch, diese Passage zu lesen: 100% Clean Eating ist nicht erforderlich und macht auf Dauer sicher mürbe. Auch die Autorin gönnt sich ab und zu mal Pommes und ein Cocktail. Ohne diese Ausnahmen wollte ich auch nicht leben. Doch wichtig ist, immer wieder zurück zu finden zu Clean Eating, um dem Körper dauerhaft Gutes zu tun. Genau das praktiziere ich schon eine ganze Weile und es tut mir unglaublich gut! Kompliziert oder aufwendig finde ich das überhaupt nicht. Wir müssen uns nur darauf einlassen und unseren Einkauf entsprechend umstellen. Mir macht das sogar Spaß!

Ich persönlich lebe ja schon seit etwa vier Jahren vegan und habe mit euch schon einige Runden BASENFASTEN gemacht. Auch das Basenfasten ist eine Form des Clean Eating. Es hat mich und auch euch immer wieder zurück gebracht zu reinerem Essen, dem Ursprünglichen wie Kartoffeln, Gemüse und Kräutern. Ingwertee, Zitronenwasser und Kräutertees füllten unseren Flüssigkeitsbedarf.

Viele von euch fragten mich kürzlich in der Basenfasten-Facebookgruppe: „Wie mache ich denn nun sinnvoll weiter? Mir tut das Basenfasten so gut, doch länger als 14 Tage soll das Programm ja nicht gemacht werden. Mit weiteren zwei Aufbauwochen sind wir nach einem Monat „fertig“ mit dem Basenfasten. Und dann?“

Meine Antwort heute: Ich bin sicher, dass das Basenfasten ein wunderbarer Einstieg ist, um sich dauerhaft nach der CLEAN EATING Methode zu ernähren. 

 

Clean Eating mit EatTrainLove. Buch aufgeschlagen

Dabei sollen vier Nährstoffgruppen in jeder Mahlzeit stecken, wir wollen bewusst kochen, essen und genießen! Superfoods müssen nicht die teuren Pulver aus fernen Ländern sein, wir haben auch hierzulande tolle Superfoods, die ich sowieso schon in meinem Speiseplan habe. Die meisten meiner Rezepte hier im Blog sind auch nach der Clean Eating Methode entworfen, ohne dass ich es bis dato wusste. Ich koche immer gern mit frischen und möglichst wenig verarbeiteten Zutaten, wie ihr wisst. 

Clean Eating mit EatTrainLove Kristin Woltmann. Portraitfoto

Doch nun möchte ich die Autorin Kristin Woltmann im Interview selbst fragen, was sie euch zu Clean Eating erzählen kann. Wahrscheinlich habt ihr das Buch noch nicht gelesen und möchtet mehr dazu wissen.

Vier Fragen und Kristins Antworten darauf: 

  1. Das Buch „Ganzheitlich gesund mit Clean Eating und Yoga“ ist eher ein Ratgeber denn eine Rezeptsammlung. Das hat mich überrascht, aber ich habe es voller Wissensdurst in einem Rutsch durchgelesen. Für meine Leser, die das Buch noch nicht kennen und mit dem Ausdruck „Clean Eating“ außer der reinen Übersetzung „reines Essen“ nicht viel anfangen können: Was bedeutet Clean Eating konkret und worauf sollten wir zugunsten gesunder Ernährung verzichten?

    Clean Eating ist letztendlich eine ganz natürliche Ernährungsweise, bei welcher wir uns – so gut es geht – an unverarbeitete, frische Lebensmittel halten und auf Fast Food, Industriezucker, Konservierungsstoffe und Co. verzichten. Dabei ist Verzicht eigentlich gar nicht das richtige Wort, denn die meisten, die mit der cleanen Ernährung beginnen, entdecken – wie ich auch damals – einen wahren Schatz an neuen Nahrungsmitteln für sich: frisches Obst und Gemüse, Blattsalate in allen Variationen, Sprossen, Nüsse, echte Vollkornprodukte, Quinoa, Buchweizen, Linsen, Hülsenfrüchte, Superfoods und viele mehr bereichern unseren Speiseplan. Die Vielfalt an leckeren, gesunden Alternativen ist einfach riesig! Gleichzeitig schmeckt cleanes Essen nicht nur richtig gut, sondern wirkt sich schon nach einigen Wochen so positiv auf unseren Körper aus, dass aus der anfänglichen Begeisterung meist ein neues Ernährungsbewusstsein erwächst.

  2. Du stellst im Buch einige Listen zur Orientierung zur Verfügung, was mir richtig gut gefällt. Wie genau hältst Du selbst Dich daran?


    Ein großes „Listen-Thema“ ist die Saisonalität, weshalb es in meinem Buchumschlag einen ausführlichen Saisonkalender gibt, wann welches Obst oder Gemüse reif ist. Auf Saisonalität lege ich großen Wert, denn ich gehe unheimlich gern auf dem Wochenmarkt einkaufen und dort gibt es eben genau das, was gerade Saison hat. Ebenso erlebe ich es in unserem großen Garten zu gern, wie jedes Pflänzlein in seiner Zeit heranwächst und irgendwann reif ist. Das natürlich gereifte Obst und Gemüse schmeckt einfach 100mal besser und ist auch deutlich gesünder – eben ausgereifter!

  3. Mir persönlich fällt es im Urlaub oft schwer, meine veganen Essgewohnheiten aufrecht zu erhalten. Wenn wir länger als zehn Tage unterwegs sind, noch dazu im Ausland, habe ich kaum Auswahl an gutem, veganen Essen – außer Salat, gegrilltem Gemüse oder Brot mit Olivenöl. Wie sieht es da mit Clean Eating aus?

    Clean Eating ist im Ausland recht einfach umzusetzen, wie ich bisher immer fand. In jedem Land gibt es nämlich schöne, landestypische Spezialitäten sowie Obst- und Gemüsesorten, die ich gern in meinen Speiseplan einbaue. Beispielsweise Pfirsiche und fangfrischen Fisch am Gardasee, Orangen und Oliven auf Mallorca oder Papaya und Ananas auf Hawaii. Ansonsten esse ich gern unterwegs Salate, Pfannengemüse, Wraps oder eben nationale Gerichte, die möglichst clean sind.

  4. Ich hätte mich über noch mehr Rezepte gefreut, die wir natürlich auch in Deinem wunderbaren Blog finden. Planst Du noch ein Clean Eating Kochbuch?


    Ich hatte auch noch einige Rezepte mehr zur Auswahl, da es jedoch mehr ein persönlicher Ratgeber zum ganzheitlichen Clean Eating in Kombination mit Yoga werden sollte, konnte ich nur eine kleine, feine Auswahl meiner absoluten Lieblingsrezepte aufnehmen. Schön, wenn das Lust auf ein weiteres Buch macht! ;-)

 

Kristin hat ihr Buch mit übersichtlichen Listen und einfach verständlichen Erklärungen ausgestattet. Einige Rezepte findet ihr dort ebenso wie tolle Yogaübungen, die wir zu Hause nachmachen können. Ich kann euch das Buch EAT TRAIN LOVE Ganzheitlich gesund mit Clean Eating und Yogaans Herz legen, denn ich finde es absolut gelungen! 

Eine kostenlose Leseprobe könnt ihr hier abrufen.

Viel Spaß beim Lesen wünscht euch

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1 Kommentar

  • Antwort Anette 6. Juni 2016 at 9:21

    Liebe Stephie,
    herzlichen Dank für die tolle Rezension und das Interview! Ich hab den Artikel mit großer Freude und Kopfnicken gelesen, spiegelt es doch so wunderbar meine eigenen Erfahrungen mit dem Buch wieder.
    Denn wie es der „Zufall“ will, habe ich mir genau dieses Buch letzte Woche quasi selbst zum Geburtstag geschenkt und lese nun in jeder freien Minute darin. Es liest sich einfach toll und motiviert zur Umsetzung.
    Kann es nur weiterempfehlen!

    Sonnige Grüße aus Südhessen
    Anette

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