Die Sturmschwester: Großartiger Roman von Lucinda Riley

3. Januar 2016

Nach dem wundervollen Roman „Die sieben Schwestern„* konnte ich es kaum erwarten, die Fortsetzung „Die Sturmschwester“ zu lesen. Dabei war ich tatsächlich skeptisch, ob es möglich ist, noch weitere sechs Romane auf ähnlichem Niveau zu erschaffen. Lucinda Riley aber hat sich wieder selbst übertroffen! Einfach großartig!

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  Die Verschiedenheit der Schwestern und auch deren unterschiedliche Herkunft machen jedes „Mädchen“ für sich besonders interessant. Die zweit Älteste der sieben Schwestern, Ally, ist die Sturmschwester. Ihr Charakter ist sympathisch, aufgeweckt, interessiert und doch ein wenig orientierungslos und verletzlich. Wir bekommen zunächst den Eindruck, dass sie möglicherweise unnahbar und eigenbrötlerisch ist. Im ersten Roman wurde beschrieben, dass sie absolut nicht erreichbar war, als der geliebte (Adoptiv-)Vater „Pa Salt“ plötzlich und unerwartet starb. Alle Schwestern waren in großer Aufruhr und in Sorge um sie. Als die endlich auf „Atlantis“, dem Familiensitz in der Schweiz eintrifft, kann auch sie kaum glauben, was mit Pa Salt passiert war. Hatte sie doch am Tag vor dessen Tod seine Yacht gesehen, die sich eilig von ihr entfernte. Damals schon kam ihr das sehr merkwürdig vor und sie verheimlicht diese Entdeckung vor den Schwestern. Zu sehr ist sie mit dem Tod des Adoptivvaters beschäftigt und dem, was er den Schwestern hinterlassen hat: Jedes Mädchen bekam die Koordinaten und bestimmte Hinweise auf deren jeweilige Herkunft in einem Brief mitgeteilt. Bisher nämlich spielten die wahren Wurzeln keine Rolle in ihrem Leben.    „Die Sturmschwester“ Ally ist leidenschaftliche Seglerin und liebt die Musik. Die Spur zu ihrer Herkunft sind ein vertrockneter Frosch und ein Buch über einen norwegischen Komponisten aus dem 19. Jahrhundert. Allys Leben spielte sich bislang hauptsächlich auf dem Wasser ab, das ihr trotz der Gefahren viel Freiheit bedeutet. Dort trifft sie auf einen Seelenverwandten, in den sie sich Hals über Kopf verliebt. Alles passt – bis ein tragisches Unglück geschieht. Was soll sie nur tun? Die Rückkehr nach Atlantis gibt ihr zunächst Halt und sie möchte beginnen das Buch zu lesen, das Pa Salt ihr hinterlassen hat. Leider ist es auf Norwegisch verfasst und sie muss es übersetzen lassen. Wir tauchen mit Ally gemeinsam ein in die unglaubliche Geschichte der Sängerin Anna Landvik im Norwegen des 19. Jahrhunderts. 

Während des Lesens war ich tatsächlich unglaublich vertieft in diese Zeit. Als plötzlich Allys Geschichte weiter erzählt wurde, war es für mich wie ein Erwachen aus einer anderen Zeit. Wir möchten unbedingt wissen, wie es Anna weiter ergeht. Doch genauso spannend ist auch die Geschichte von Ally selbst.

Was hat Anna mit Ally zu tun und wie soll das alles miteinander verknüpft sein? Wie soll Ally bloß aus ihrem Trauertief heraus finden und was soll sie noch alles ertragen müssen? Immer mehr löst sich der Knoten und wir können nicht genug bekommen von den Erkenntnissen und ihren Begegnungen in Norwegen. Wir rätseln mit, wissen vorab schon etwas mehr als Ally und möchten sie gern mit der Nase darauf stoßen. Ally wird uns sehr vertraut. Wir sind bei ihr, weinen mit ihr und möchten sie gern in den Arm nehmen. Wir halten die Spannung kaum aus und wenden die Seiten wie im Flug. Auch beginnen wir das Land Norwegen zu lieben, da die Orte sehr malerisch beschrieben werden. Da ich selbst schon in dieser Gegend gewesen bin, kann ich deren Schönheit nur bestätigen.

Der Roman „Die Sturmschwester“ von Lucinda Riley ist ein wirklich gelungenes Werk! Meine absolute Lese-Empfehlung!

Ich fiebere jetzt schon dem Erscheinungstermin des dritten Buches entgegen und kann es kaum erwarten. Die Freiheit, die Ally beim Segeln und die Anna auf der Bühne verspürt, ist greifbar nah. Auch die historischen Hintergründe sind wieder hervorragend recherchiert, wie wir es von Lucinda Riley kennen. Ich lese so viele Bücher, doch zum ersten Mal habe ich etwas aus einem Roman ergoogelt, nämlich: „Edvard Grieg – Peer Gynt“. Dieses großartige Konzert, das natürlich jeder kennt, spielt eine große Rolle in „Die Sturmschwester“. Ich musste es einfach jetzt anhören… Hier wird kurz bildhaft die Handlung dieses wunderbaren Buches* beschrieben, begleitet von der zauberhaften Musik. Danach wollt ihr es garantiert auch lesen:


https://youtu.be/pWFQ6FiyWQs  

 

Selbstverständlich kann „Die Sturmschwester“ auch für sich gelesen werden. Die Geschichte ist auch verständlich, wenn man den ersten Teil „Die sieben Schwestern“ nicht kennt. 

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen! Eure Stephie

 

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1 Kommentar

  • Antwort Eva 4. Januar 2016 at 9:50

    Ich habe das Buch auch gelesen und bin genauso begeistert wie du. Lucinda Riley schreibt unglaublich fesselnd, ich würde am liebsten alles in einem Rutsch durchlesen. Die Idee, eine siebenteilige Buch-Reihe über sieben Schwestern zu schreiben, ist genial.
    LG Eva

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