Smartphone-Challenge: ich bin dabei!

18. Mai 2015
Smartphone Challenge

Die 14 tägige Smartphone-Challenge begegnete mir bezeichnender Weise beim Surfen per Smartphone auf Facebook!

 Smartphone Challenge

 

Was ist bei der Challenge zu tun?

Mindestens bis Ende Mai möchte ich mein Smartphone nur noch für wirklich wichtige Dinge nutzen, die da wären:

Anrufe tätigen und annehmen

Wirklich wichtige Nachrichten beantworten

Fotografieren und filmen

 

 Warum möchte ich diese Challenge annehmen?

Nicht nur die Teenies gehören zur „Generation Kopf unten“, sondern auch ICH! Wie oft ertappe ich mich selbst dabei, während anderer Tätigkeiten zusätzlich mein Handy zu checken? Viel zu oft! Beispielweise beim Fernsehen, im Wartezimmer (wo ich sonst Zeitschriften gelesen habe), auf der Terrasse, beim Arbeiten, beim Sport, beim Warten an der Ampel, an der Supermarkt-Kasse und viel zu oft sogar auf der Toilette..  

Zu Hause am Esstisch ist schon immer die Handynutzung verboten. Auch meine Kinder wissen, dass es sich nicht gehört, während eines Gesprächs mit anderen Menschen auf das Handy zu schauen. Dem Gesprächspartner soll die ungeteilte Aufmerksamkeit gehören. Ich gebe zu, es ist nicht immer einfach – aber durchsetzbar: Handys werden bei uns zu Essenszeiten auf stumm geschaltet und weit entfernt vom Tisch abgelegt.

Ich selbst habe Chatpartner und -gruppen, mit denen ich mehrfach am Tag schriftlich kommuniziere, was grundsätzlich sehr viel Spaß macht. Doch manchmal belastet dieser Mehraufwand: wenn keine Zeit dafür ist und andere Dinge wichtiger sind! Während einer starken Stressphase habe ich diese Chatrooms erheblich gekürzt. Als besonders belastend empfand ich, wenn ich erst am Abend in die Nachrichten schauen konnte und dort unglaubliche Zahlen von 57 ungelesenen Nachrichten in nur einem einzigen Chatverlauf nachlesen „musste“. Dort konnte ich mich letztlich nur ganz ausklinken, um nicht völlig durchzudrehen. Nach zwei Tagen des Nicht-Mitlesens verstand ich ohnehin nicht mehr, um was es ging. In welcher Zeit leben wir? Müssen wir tatsächlich permanent alles überprüfen, um dabei zu sein?  Muss ich bei jedem „pling“ aufhorchen und mein Handy zücken?

Sicher merkt auch ihr an gewissen Tagen: Mein Tag gehört nicht mehr MIR – ich fühle mich fremdbestimmt. Selbstverständlich kann ich selbst steuern wie häufig ich auf mein Handy schaue – aber tue ich das auch? Ab heute möchte ich meine Smartphone-Zeit drastisch kürzen. 

Konkret: KEINE APPS in Form von Spielen (sowieso nicht mein Metier), Social Media, Emails und Chatgruppen. 

Es fällt mir sicher nicht leicht, das Smartphone zu vernachlässigen, aber ich möchte meine Zeit wieder besser einteilen und selbst Herr meiner Zeit sein. Ich möchte mich nicht mehr hetzen lassen von Tönen, Vibration und Hinweisen auf meinem Smartphone. Genau deshalb habe ich mich sofort entschieden, die Smartphone Challenge anzunehmen. Die Richtlinien der Herausforderung in zwei Levels könnt ihr bei den Challenge-Erfindern nachlesen. 

Löschen muss ich meine Apps dafür nicht, aber ich werde für eine gewisse Zeit die Geräusche zur Benachrichtigung abschalten.  Als Wecker habe ich mein Handy noch nie genutzt, da ich per se keine Handystrahlung im Schlafzimmer dulde. Emails werde ich nur noch am PC abrufen, wo ich ohnehin viel besser arbeiten kann: nicht nur das Beantworten per großer Tastatur ist einfacher, sondern schont zudem den Rücken, Nacken und Schulterbereich.

Der Tag und Abend gehört wieder mir und meiner Familie. Die ungeteilte Aufmerksamkeit tut mir und ihnen sicher gut. Ich erfreue mich an der Umgebung, während ich irgendwo warte, nehme wieder alles bewusst wahr. Ich lächle wieder die Leute an, anstatt angestrengt nach unten auf mein Handydisplay zu schauen. Ich spreche mit Menschen, die mit mir irgendwo warten oder beobachte alles um mich herum, anstatt auf dem Handy zu tippen. 

Ich freue mich sehr auf die neu gewonnene Unabhängigkeit und die besser genutzte, wertvolle Zeit! Mein Handy wird nicht begraben, aber es wird nun nicht mehr tagein – tagaus in meiner Hosentasche stecken. 

Macht mit und genießt das aktive Leben! Wer weiß, vielleicht lächeln wir uns gerade an der Supermarkt-Kasse an..

Alles Liebe, eure 

 

  

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