Washington D.C.: Das musst du sehen!

30. August 2016
Washington D.C. Das Weiße Haus

Washington D.C., New York City und Boston liegen gar nicht so weit auseinander, sind aber doch so unterschiedlicher als ich vermutet hätte. Die Architektur, die Menschen und das Leben dort sind einfach anders. Ich bin sehr glücklich, dass ich alle drei Städte diesen Sommer (neu) kennenlernen durfte.

Ich beginne meine Reise mit euch in der südlichsten der drei Städte: in Washington D.C.

Washington D.C. Das Weiße Haus

 

Die Amerikaner nennen diese wunderschöne Stadt kurz und knapp „D.C.“, wobei sie die liebevolle Aussprache mit einem Leuchten in den Augen schmücken. Das liegt nicht nur daran, dass der patriotische Amerikaner dabei an die Hauptstadt der Vereinigten Staaten und den Regierungssitz denkt. Wer einmal dort war, versteht das besondere Feeling in „D.C.“ nur zu gut. 

In Washington D.C. gibt es ein Gesetz, dass kein Haus höher gebaut werden darf als die Breite der angrenzenden Straße plus sechs Meter. Daher gibt es hier keine Wolkenkratzer, was ein ungewohntes Bild ist, wenn man gerade vorher noch in New York City war. Nicht nur das lässt diese Stadt so besonders wirken.

Sehenswürdigkeiten in Washington D.C., die sich unbedingt lohnen

Die Hitze brüllte ganz beträchtlich aufs Haupt, doch das konnte uns nicht davon abhalten, die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu Fuß abzuklappern.

 

Bei etwa 45 Grad Außentemperatur stehe ich am Weißen Haus @whitehouse #amazing #instamoment #beeindruckt

Ein von Blog EinfachStephie (@einfachstephie) gepostetes Video am

Das Weiße Haus kennt wohl jeder vom Anblick der Gartenseite aus. Doch ganz ehrlich: als wir an der Vorderseite vorbei gingen, mochten wir nicht glauben, dass dieses Haus der Wohnsitz des amerikanischen Präsidenten ist. Von der Straße aus wirkt das Weiße Haus recht unspektakulär. Als wir aber um den streng bewachten Zaun herumgingen, erkannten wir es natürlich sofort.

Eindrucksvoll prangte das Weiße Haus empor, um das sich so viele Touristen für das beste Foto tummelten. Gerade eben noch flogen zwei dicke, schwarze Hubschrauber über unsere Köpfe und alle, die wir am Zaun standen waren sicher: Mr. President kommt zurück nach Hause! Wie aufregend auch für unsere Teenager-Kinder. Es empfiehlt sich, schon am Morgen am Weißen Haus zu sein, denn ab Mittag bestand kaum noch eine Chance, an den Zaun heran zu kommen. Besichtigungstermine im Inneren des Weißen Hauses müssen lange im Voraus gebucht werden.

Washington D.C. Sehenswürdigkeiten

 

Das Washington Monument (Bildmitte) hatten wir direkt vor Augen, als wir uns nach zahlreichen Fotos vor dem Weißen Haus einmal umdrehten. Das Kapitol bewunderten wir aus der Ferne und die Kinder bekamen große Augen, was es hier alles zu sehen gibt, das sie bisher nur aus dem Fernsehen kannten. In dem öffentlichen Park vor dem Kapitol kühlten wir unsere von der Hitze geschundenen Füße im Springbrunnen. 

Washington D.C. hat die schönsten Museen, die ich je gesehen habe!

In den meisten (wenn nicht sogar in allen) Museen ist der Eintritt frei. So gut wie diese Stadt strukturiert ist, liegen einige Museen direkt nebeneinander, eines schöner anzusehen als das andere. Die besonders moderne und großzügige Architektur ließ uns allein über den Anblick der Museenlandschaft staunen.

Wir entschieden uns für das Museum of American History und verbrachten dort einige Stunden. Eindrucksvoll wird hier die Geschichte Amerikas auf mehreren Etagen näher gebracht. Auch für Kinder ist das Museum äußerst spannend gestaltet. Selbst Grundschulkinder lernen hier etwas, ohne dass Langeweile aufkommt. Schülergruppen aller Altersklassen begegneten uns hier.

Bedrückend für uns war der „Deutsche Sektor“, in dem die NS-Zeit aus der Sicht der Amerikaner besonders plakativ dargestellt war. Obwohl wir schon oft mit unseren Kindern über den Zweiten Weltkrieg gesprochen haben, war da großer Redebedarf. Nach einem kurzen Rundgang verließen wir diesen Bereich und wandten uns wieder anderen Teilen der amerikanischen Geschichte zu. Schließlich gab es da noch einiges mehr zu erzählen.

Für jedes Alter wurde die Geschichte mit Filmen, Spielen und Objekten zum Anfassen dargestellt, was wir derart noch nie gesehen haben. Es lohnt sich in jedem Fall, sich viel Zeit zu nehmen für das National Museum of American History.

Nach diesem doch anstrengenden Tag ruhten wir uns kurz aus und bekamen dann per WhatsApp von unserer lieben Freundin Alexandra einen Top-Tipp zum Abendessen, den ich euch nicht vorenthalten kann:

Georgetown müsst ihr gesehen haben!

Bei untergehender Sonne kamen wir in Georgetown an. Ich war völlig begeistert von dem Anblick dieser unfassbar tollen Kulisse, dass ich erst einmal Fotos schießen musste, ehe wir das Restaurant betraten. Wer mir auf Instagram folgt, war quasi dabei, als ich durch den ältesten und schönsten Stadtteil Washington D.C.s wandelte.

Washington D.C., Georgetown am Abend

Georgetown besticht durch kleine, bunte Häuser mit einem Mix aus alter und neuer Architektur. Viele Prominente leben hier, was auch die Auswahl an guter Gastronomie positiv beeinflusst. 

Washington D.C., Martins Tavern, GeorgetownAlexandras Restaurant-Tipp war grandios und wir haben das Essen in Martin’s Tavern sehr genossen. Martin’s Tavern in Georgetown ist nämlich das Lieblings-Restaurant schon einiger Generationen von amerikanischen Präsidenten und besteht seit 1933 an diesem Platz! Präsident Kennedy hat hier in einer der hübschen Nischen seiner zauberhaften Jacky den Heiratsantrag gemacht. Nicht nur das verleiht diesem kleinen, gemütlichen Restaurant eine spezielle Romantik. 

Am folgenden Tag spielten unsere Männer eine Runde Golf und ich konnte mit meiner Tochter noch einmal Georgetown besuchen. Einmal dort gewesen, muss man immer wieder hin! Traumhafte Shops auf der M Street und Wisconsin Avenue luden zum Stöbern und zur Inspiration ein.

Altes Steinhaus, Georgetown, Washington D.C.Das älteste Gebäude Washingtons findet ihr ebenfalls in Georgetown. Europäisch anmutend aus Backstein gebaut, steht es mitten in der Shoppingmeile (3051 M Street) und wartet auf Besucher. Auch hier ist der Eintritt kostenfrei, doch freut sich das „Tipp“ Glas an der Tür auf freiwillige Fütterung mit dem einen oder anderen Dollarschein. Ein kurzer Gang durch das Gebäude ist nicht nur interessant, sondern im heißen Sommer zudem erfrischend.

Später gingen wir eine der Seitenstraßen hinunter Richtung Wasser. Dort erwartete uns die sagenhaft schöne Washington Waterfront. Wir flanierten die Uferpromenade entlang und trafen uns mit unseren Männern in einem netten Restaurant mit Seeblick. Herrlich!  

Washington D.C. Waterfront

Leider waren wir in Washington D.C. nur für zwei Übernachtungen, da wir erst am Anfang unserer Reise standen und noch so viel mehr sehen wollten. Doch sind wir glücklich um die wundervollen Tage in dieser Stadt.

Wir kommen wieder, das ist sicher! 

 

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2 Kommentare

  • Antwort Monika and Petar Fuchs 2. September 2016 at 12:43

    Du hast Recht, Stephie. Die Museen in Washington D.C. sind alleine eine – oder auch mehrere – Reisen wert. Ich kann davon nicht genug bekommen. Und Georgetown finde ich auch Klasse. Allerdings kenne ich das bisher noch nicht so gut. Für Washington braucht man Zeit, um wirklich alles kennen zu lernen.

  • Antwort Yvette [engel + banditen] 31. August 2016 at 13:14

    Hach, wir fanden DC auch so toll und ich denke immer beim Vorspann von „House of cards“ dran ;-) Ich werde defintiv auch nochmal hin, irgendwann…
    GLG, Yvette

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