Zimmer aufräumen leicht gemacht für jedes Alter vom Kleinkind zum Teenager

26. Februar 2018
Zimmer aufräumen, Ordnung halten leicht gemacht für Kinder und Jugendliche

Gibt es Kinder, die gerne und einfach Ordnung in ihrem Zimmer halten? Ich hörte davon, allerdings ist diese Spezies wohl recht selten. Um die Kinder beim Zimmer aufräumen zu unterstützen, müssen wir ihnen mit geschickten Tricks und der richtigen Einrichtung die Ordnung im Kinderzimmer leichter machen. Wie ordentlich muss das Zimmer überhaupt sein? Nicht für jedes Alter gelten die selben Regeln. Meine Aufräum-Tipps für Zimmer von Kleinkindern, Grundschulkindern und Teenagern:

Zimmer aufräumen, Ordnung halten leicht gemacht für Kinder und Jugendliche

 

Kinderzimmer aufräumen für kleine Kinder (bis 6 Jahre)

Damals fand ich es sehr praktisch, für alle Spielzeug-Gruppen eigene Kisten anzulegen. Wir hatten Legosteine mit Zubehör in einer anderen Kiste als das Playmobil, die Stofftiere in einer weiteren Box. Für das Mädchenzimmer kamen dann noch Puppengeschirr und sämtliches Küchenzubehör dazu, die eine eigene Heimat haben sollten und die Puppenkleidung bekam einen hübschen Kleiderschrank. 

 

 

Im Jungen-Kinderzimmer kamen Autos in eine separate Kiste, sowie das Detektivspielzeug in eine weitere. Wichtig war mir, dass die Kisten durchsichtig sind, damit die Kinder gleich auf den ersten Blick sehen konnten, was sich in der jeweiligen Box befindet. Noch dazu habe ich Aufkleber gestaltet, die ich vorne auf die Ordnungsbox geklebt habe. Und zwar mit Motiven des Inhalts, weil die Kinder noch nicht lesen konnten. Wer nicht selbst basteln möchte, kann diese beispielsweise hier bestellen.

Kinderzimmer aufräumen im Grundschulalter

Spielzeugkisten in Bodennähe platzieren 

Die Aufräumkisten sollten im Zimmer unbedingt so tief wie möglich platziert sein, damit die Kleinen allein daran kommen, ohne sich beim Herausziehen der Box zu verletzen. Außerdem mag ich Ordnungskisten mit Deckel*, damit der Staub weitgehend draußen bleibt. Bunte Boxen sind optisch schön, aber wenig hilfreich beim Spielen und Aufräumen. Das Kind müsste so erstmal jede Schublade oder Kiste herausziehen, um zu sehen, was sich darin befindet. 

Hilfreich ist beim Aufräumen mit kleinen Kindern, dass wir als Eltern sie unterstützen. Das Zimmer ist viel schneller ordentlich, wenn wir mithelfen und den Kindern zeigen, dass es beispielsweise mit Musik oder einem Hörspiel im Hintergrund sogar Spaß macht. Eure Kinder kennen das Aufräumlied „1, 2, 3, das Spielen ist vorbei“ vermutlich aus dem Kindergarten. Unsere Kinder hörten sehr gerne Hörspiele beim Aufräumen und hatten ihre speziellen Favoriten. 

 

Zimmer aufräumen für Grundschulkinder –
Was darf stehen bleiben, was muss weg?

Während der Grundschulzeit unserer Kinder waren die Zimmer wesentlich ordentlicher als jetzt, wo sie Jugendliche sind – soviel vorab. Irgendwie störte es die Kinder, wenn der Weg von der Zimmertür zum Bett nicht gangbar war. Es blieb dann ja auch nicht genug Platz für ihre Legobauten & co  – also gebot ihre Kinderlogik, dass man halt aufräumen muss.

Die universell einsetzbare Spanplatte für Kinderspielzeug, das aufgebaut bleiben soll

Fertig aufgebaute Lego-Städte und Barbie-Wohninseln durften im Zimmer stehen bleiben und mussten nicht abgebaut werden! Dazu hatte jedes Kind jeweils eine Spanplatte, auf der die Gebäude, Straßen und Spielinseln gebaut wurden. Diese Spanplatten habe ich teilweise mit unifarbenem Stoff oder mit Tapete bezogen, damit es kindgerechter aussah. Je nach Vorliebe des Kindes.

Am Abend haben wir diese Spanplatten mit Spielzeug darauf einfach zur Seite schieben können, ohne dass etwas kaputt ging. Genauso haben wir es auch mit großen Puzzles gemacht, die gerne im Laufe der Zeit in Ruhe weiter gepuzzelt werden durften. Eingeräumt wurden nur die Kleinteile, die noch nicht verbaut waren.

 

       

Für die Sammlung von Fußbällen habe ich für unseren Sohn einen großen Ballsack* besorgt, was ich mir beim Fußballtrainer abgeschaut hatte. Es eignet sich aber auch eine ausrangierte Hängematte oder ein hübsches Fischernetz zur Aufbewahrung von Bällen. Weitere tolle Ordnungssysteme für Kinderzimmer, die sich auch ganz einfach selbst bauen lassen, habe ich auf einem Pinterest-Board gesammelt, dem ihr gerne folgen und sogar mitpinnen dürft! 

Pinterest Board Zimmer aufräumen für Kinder und Jugendliche. Gruppenboard von www.einfachstephie.de

 

Regelmäßig Spielzeug und Kleidung aussortieren   

Vor dem Geburtstag und vor Weihnachten habe ich gemeinsam mit den Kindern ihr Spielzeug durchgeschaut. Oft konnten die Kinder tatsächlich gut selbst entscheiden, welche Spielsachen sie lieber weiter verschenken und mit welchen sie noch regelmäßig spielen. Für aussortiertes Spielzeug haben wir gemeinsam überlegt, welchem Kind wir damit eine Freude machen können. Das half den Kindern, sich guten Gewissens davon zu trennen.

Warum entrümpelten wir immer vor Weihnachten und vor dem Geburtstag? Na, weil zu diesen Terminen schon bald neues Spielzeug ins Zimmer einzog und Platz brauchte! Argumentieren wir Eltern das mit den Kindern auf diese Weise, ernten wir Verständnis und die Kinder fühlen sich nicht „beraubt“. 

Die Kleidung haben wir regelmäßig vor der nächsten Saison oder vor dem jeweiligen Urlaub aussortiert. Dumm ist es nämlich, wenn das geliebte Kleid vom letzten Jahr in diesem Urlaub nicht mehr passt und wir es nach Augenmaß noch als „wird schon passen“ eingeschätzt hatten. Fürs Kleiderschrank entrümpeln half nur ein kleines Belohnungssystem, wenn der halbe Kleiderschrank-Inhalt anprobiert werden musste. Anschließend ging es also mit den noch passenden Lieblingsklamotten ins Kino.

 

 

Individuelle Ordnungsliebe
für verschiedene Räume des Hauses

Wir haben mit den Kindern vereinbart, dass es bestimmte Bereiche im Haus gibt, die immer ordentlich sein müssen. Ich möchte gewährleisten, dass bei uns jederzeit spontan Besuch vorbeikommen kann, ohne ins Chaos zu gelangen. Ja, ich weiß: Wohnungen sind dazu da, damit in ihnen gelebt wird, doch ich brauche auch für mich selbst eine gewisse Ordnung im Umfeld. Also ist unser Erdgeschoss, in dem sich Küche, Esszimmer, Wohnzimmer und Gästetoilette befinden, bitteschön immer frei von herumliegendem Zeug.  

Das funktioniert nicht immer und nicht immer sind nur die Kinder daran beteiligt. Ihr kennt das… Doch eine solche Regelung ist hilfreich für alle Bewohner des Hauses. Nur wer Regeln vorgibt und Wünsche äußert, darf erwarten, dass sich diese möglichst erfüllen. 

In den Kinderzimmern habe ich Unordnung schon eher geduldet. Denn jeder Mensch hat ein eigenes Empfinden dafür, wie viel Ordnung er benötigt. Natürlich kommt das aufs Alter des Kindes an. Kleine Kinder sollten wir schon dazu anleiten, dass eine gewisse Ordnung hilfreich ist und wie sie diese herbeiführen. Im Teenager-Alter greife ich nur ein, wenn nahezu der „Mülldeponie-Status“ erreicht ist. Bei uns hieß es in regelmäßigen Abständen:

„Heute wird mal so aufgeräumt, dass auch Mama findet, es ist ordentlich!“ 

 

Aufräumtipps für Teenager. Ordnung im Jugendzimmer

Gegen das Chaos im Teenager Zimmer

Ich gebe zu: Unsere Teenager sind nicht gerade übermotiviert, was das Aufräumen ihrer Zimmer angeht. Am besten funktioniert das, wenn sich Besuch angemeldet hat. Dann nämlich ist im Nu nicht nur das Zimmer in Ordnung, sondern auch noch gesaugt und geputzt! Höre ich im Zimmer des Sohnes den Staubsauger, dann weiß ich, dass Damenbesuch zu uns unterwegs ist… 

Problem erkannt…

Im Jugendzimmer ist nun nicht mehr das Spielzeug im Weg, welches in Kisten sortiert werden sollte. Sondern hier sorgen herumliegende Wäsche, Schulsachen und Geschirr für Chaos im Zimmer. Sobald ich merke, dass die Getränkekisten blitze-leer sind, also auch kein Leergut mehr enthalten, weiß ich, wo ich fragen muss. Die Messer und Teller werden immer weniger im Schrank, aber in der Spülmaschine befinden sie sich auch nicht? Dann finden wir diese häufig im Teenager-Zimmer, meist ohne erkennen zu können, was das mal war, was darauf klebt…

Wenn ihr hier mitlest und noch kleinere Kinder habt: Freut euch, dass es nur Spielzeug ist, das weggeräumt werden muss!

 

… und Abhilfe geschafft
mit praktischen Tipps für Ordnung im Kleiderschrank

Einen genialen Aufräumtipp für Teenager-Wäsche konnte ich beim Blog Ordnungsliebe aufschnappen: Hier empfiehlt Sabine, dass die Jugendlichen ihre Wäsche nicht mehr zusammenfalten, sondern alles – wirklich alles – auf Bügel hängen! So sieht es hier aus wie beim Shopping: Die Shirts sind sofort erkennbar und müssen nicht erst entfaltet werden, um zu sehen, ob es das weiße T-Shirt mit Druck X, Y oder Z ist.

Kleidung besser ordnen mit Kleiderstangen

 

Denn genau das ist auch das Problem im Mädchenzimmer: Es werden Shirts aus dem Schrank gezogen, um zu sehen, welches es überhaupt ist. Ist es nicht das richtige Shirt, dann fliegt dies ungefaltet zurück ins Regal. Naja, wenn es dann mal daneben fällt, dann fliegt es eben auf dem Boden und „tritt sich fest“. Ganz ehrlich:

Mein Zimmer sah früher auch nicht besser aus – schon gar nicht der Kleiderschrank!

Außerdem sollten Teenager Kommoden mit Schubladen haben, in die sie einfach alles hineinwerfen können, was sonst kreuz und quer auf dem Boden verstreut liegt: Kopfhörer, Schmink-Utensilien, Schulsachen und Vieles mehr. In der Schublade darf es aussehen, wie der Teenager es toll findet, denn da schauen wir Eltern bitteschön nicht hinein, um die Privatsphäre des Jugendlichen zu wahren!

Für die Schulsachen haben wir eine Kiste angelegt, in die die Bücher und Hefte mit dem Rücken nach oben eingesteckt werden. So sehen die Schüler sofort, welches Buch sie gerade brauchen. 

Kleine Mama-Tricks für Startschuss zum Aufräumen der Jugendzimmer

Kurz bevor der Getränke-Lieferant kommt, stelle ich den Kindern die leeren Getränkekisten vor die Zimmertür. Das ist ihr Zeichen, um diese Kisten mit dem Leergut aus ihrem Zimmer zu füllen und in die Garage zu bringen. Dafür plane ich mindestens einen Tag Vorlaufzeit ein. Aber Teenie-Eltern wissen das…

Um das im Jugendzimmer verschollene Geschirr wieder einzusammeln, stelle ich eine Kiste oder ein Tablett vor die Zimmertür. Manchmal mit dickem Zettel darin, um dem Zeichen noch Nachdruck zu verleihen. Ihr kennt doch sicher das Hörbuch Das Pubertier von Jan Weiler. Wer den Film nicht schon gesehen hat, der muss mit den Teenies gemeinsam das Hörbuch hören. Es ist genial und auf den Punkt gebracht! Die Nachfolger der Story fand ich allerdings nur halb so witzig… 

Welches sind eure besten Tipps zum Aufräumen? 

Ich freue mich auf eure Kommentare dazu, wie ich meine Teenager noch mehr motivieren kann, ihre Zimmer aufzuräumen.

Schaut gerne auch in die Blogparade „Alles neu macht der Frühling“ – dort entdeckt ihr noch weitere tolle Artikel und Blogs.

Fröhliches Aufräumen wünscht euch

Unterschrift Stephie

 

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Zimmer aufräumen leicht gemacht. Die besten Tipps für Kinder und Jugendliche von www.einfachstephie.de

 

 

 

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7 Kommentare

  • Antwort Anita 16. März 2018 at 13:32

    Liebe Stephie,

    wir freuen uns sehr, dass du bei unserer Blogparade dabei bist. Ich lese gerade noch einmal die vielen tollen Beitrage in Ruhe durch – Tipps für Ordnung mit Kindern kann man ja nie genug bekommen. meine Mama ist immer sehr ordentlich, aber leider sind ihre beiden Kinder echte Chaoten. Das hat sich auch bis heute nicht sehr geändert ;)

    Viele Grüße
    Anita

    • Antwort Stephie 18. März 2018 at 19:58

      Liebe Anita,
      euch vielen Dank für die Idee zur Blogparade. Es hat mir Spaß gemacht, dabei zu sein!
      Liebe Grüße, Stephie

  • Antwort Mel 13. März 2018 at 17:42

    Hi Stephie,

    ich freue mich, dass noch jemand das Thema Kinder in der Blogparade aufgreift. Da sind wirklich tolle Tipps dabei, danke dafür. :-)

    LG Mel

  • Antwort Sunray | The organized Cardigan 3. März 2018 at 13:09

    Liebe Stephie,

    :D meine Eltern hätten sicherlich von deinen Tipps für die Teenager gut profitieren können! Meinen Zimmerboden konnte man nämlich auch vor lauter Klamotten damals nicht mehr sehen :D Aber ich kann dich beruhigen: Zumindest bei mir hat sich alles mit der ersten eigenen Wohnung „von alleine“ geregelt und mittlerweile müssen meine Eltern sehr darüber lachen, dass ich sogar über das Thema Aufräumen öffentlich schreibe. :D So kann’s gehen.
    Hab ganz vielen lieben Dank für deinen Beitrag zu unserer Blogparade!

    Herzliche Grüße
    Sunray

    • Antwort Stephie 3. März 2018 at 16:13

      Liebe Sunray,
      herzlichen Dank für Dein Feedback. Na klar, auch mein Zimmer war damals nicht wirklich gut aufgeräumt und mich hat es als Teenie nicht gestört. Mit dem eigenen Haushalt kam das Bewusstsein, dass man Ordnung im Leben braucht. Wir vergessen es manchmal, wie wir selbst früher waren… Danke, dass Du das noch einmal so herausgestellt hast! LG, Stephie

  • Antwort Stephie 26. Februar 2018 at 20:31

    Gute Tipps, danke! Ich hatte gestern die Idee statt einer Spanplatte, ein Rollbrett zu bauen, auf dem das Lego stehen bleiben kann. Bei höheren Betten am besten sogar so, dass es unter das Bett geschoben werden kann.
    Außerdem machen wir es bei unseren (4 und 6 J) meistens so, wenn das Aufräumen dringend nötig ist, wir einen Wäschekorb mit allem voll machen, was auf dem Boden liegt und dann von dort aus alles an Ort und Stelle räumen. So kann man direkt wieder den Boden betreten ohne ein Legomännchen o.ä. zwischen den Zehen!
    Liebe Grüße

    • Antwort Stephie 26. Februar 2018 at 23:58

      Von Stephie zu Stephie: Herzlichen Dank für dein Feedback. Eine tolle Idee, dann noch Rollen unter das Brett zu schrauben!

    Ich freue mich über Deinen Kommentar

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