Brezel zu Ostern: Olgabrezel

19. März 2017
Olgabrezel. Brezel zu Ostern. Fertige Brezel auf dem Backblech

Als ich im Internet für meinen doppelten Tortenboden der Apfeltarte recherchierte, fand ich ein tolles Rezept für süße Brezel, die Olgabrezel. Denn auch diese eigentlich schwäbischen „Russenbrezel“ bestehen aus zwei Teigen: Mürbeteig und Blätterteig. Das musste ich doch gleich ausprobieren. Doch zunächst etwas zum Namen der Olgabrezeln:

 

Ein Stuttgarter Zuckerbäcker kreierte einst zu Ehren der Königin Olga von Württemberg eine Brezel aus Blätterteig und Knetteig. Diese Brezel wurde verziert mit Zuckerguss und gebrannten Mandelblättern. Auch heute noch ist die Olgabrezel in und um Stuttgart eine beliebte Leckerei zum Kaffee, Tee oder einem Viertel Trollinger Wein.


 


Das Original-Rezept klingt sehr gut, doch ihr kennt mich: Ich habe es gern einfach und schnell, außerdem backe ich gern ohne Ei und ohne Wartezeit. Also nutzte ich die Rezeptur vom doppelten Teigboden der Apfeltarte und ruckzuck hatte ich das wundervolle Gebäck fertig.

 

Olgabrezel. Brezel zu Ostern. Fertige Brezel auf dem Backblech

 

Rezept für Olgabrezel (vegan)

Zutaten für den Teig

  • 75 g Butter / vegane Margarine
  • 150 g Mehl
  • 1 Prise Salz
  • ½ Päckchen Vanillezucker
  • 50 g Wasser

Weitere Zutaten für die Brezel

  • 1 Rolle Kühlschrank -Blätterteig
  • Backkakao Pulver
  • 250 g Mandelblätter 
  • 1 EL Zimt-Zucker
  • Puderzucker + Wasser für Zuckerguss

 

Zubereitung 

  1. Die Zutaten für den Teig im Thermomix für 20 Sek. / Stufe 4 mischen.
  2. Kurz den Linkslauf auf Stufe 4 einschalten, damit sich der Teig vom Messer löst. 
    (Selbstverständlich kann der Teig auch in einer Schüssel mit einem Handmixer zubereitet werden.)
  3. Den Backofen auf 210 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
  4. Den Blätterteig ausrollen und quer legen. 
  5. Nun den Knetteig so ausrollen, dass er halb so groß ist wie der Blätterteig.
  6. Knetteig auf den Blätterteig legen und mit Back-Kakao betreuen*. Die noch freie Seite des Blätterteigs über den Knetteig legen. Nun ist der Knetteig sozusagen in den Blätterteig eingebettet. 
  7. An der kurzen Seite des Teigs mit einem scharfen Messer jeweils 2 cm dicke Streifen abschneiden. Diese werden nun einzeln gegeneinander gedreht / gezwirbelt, so dass lange Würste entstehen, die wir zum Brezel, Kranz oder Osterei formen können.

  8. Die fertigen Teiglinge auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und bei 210 Grad Ober-/Unterhitze etwa 10 – 15 Minuten knusprig backen.
  9. Die Mandelblätter derweil mit dem Zimt-Zucker in einer Pfanne ohne Fett anrösten. Vorsicht: Die Mandelblätter brennen schnell an!
  10. Den Puderzucker mit Wasser zu einem dicken Zuckerguss anrühren.
  11. Sobald die Brezel etwas abgekühlt sind, geben wir den Zuckerguss darüber und bestreuen sie direkt mit den Mandelblättern.


*Diesen Schritt habe ich bei meinen Brezeln tatsächlich vergessen. Deshalb seht ihr die Kakaoschicht leider nicht auf meinen Fotos. Dies hole ich aber gleich beim nächsten Backen der Olgabrezel nach. 

 

 

Weiteres zur Brezel, die uns nicht nur Ostern versüßt

 

Das Original-Rezept besagt, dass wir die Brezel erst mit warmer Aprikosen-Marmelade bestreichen und dann in die Mandeln tunken. Erst darüber soll ein Guss aus erwärmtem Fondant geträufelt werden, worüber dann noch wiederum Puderzucker gestreut wird.
Ganz ehrlich: Mir wäre das viel zu süß, daher gibt es bei meinem schnellen Rezept auch dabei eine andere Variante. ich wollte es aber doch erwähnt haben, nicht dass mir die Stuttgarter aufs Dach steigen ;-)

 

Außerdem fand ich bei meiner Recherche einen Hinweis auf den Roman Die Zarentochter von Petra Durst-Benning. Darin geht es um die Olga von Württemberg, die dem Gebäck den Namen Olgabrezel gab. Es ist ein historischer Roman, den ich selbst noch nicht gelesen habe. Doch gibt es viele gute Bewertungen, welches mich veranlasst, den Roman bald zu bestellen. 

 

 

Die Olgabrezeln sind doch eine gute Idee für den Sonntagskaffee oder für die Ostertafel. Diese leckeren und schnellen Brezeln werde ich ganz sicher bald wieder backen – dann natürlich auch mit der Kakao-Schicht. :-) Doch auch so haben mein Sohn und ich alle Brezel ruckzuck allein verzehrt, so lecker haben sie uns geschmeckt.

Gutes Gelingen und schönen Genuss wünscht euch

Unterschrift Stephie

 

 

 

   

 

 

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2 Kommentare

  • Antwort Kerstin Hösl-Wendler 20. März 2017 at 8:42

    Hallo Stephie,
    wieder einmal vielen Dank für ein wunderbares Rezept! Ich hoffe, ich finde die Zeit, die Brezeln auszuprobieren. Hab eine tolle Woche!
    Liebe Grüße
    Kerstin

    • Antwort Stephie 20. März 2017 at 10:54

      Danke, liebe Kerstin! Zum Glück braucht man ja für meine Rezepte nie so viel Zeit ;-) Das passt bestimmt. LG, Stephie

    Ich freue mich über Deinen Kommentar