Schulstart: Einkauf von Schulmaterial | Lösungsvorschläge einer genervten Mutter

3. September 2017
Schulmaterial besorgen leicht gemacht

Mit Beginn des neuen Schuljahres geht auch der alljährliche Ärger mit dem Einkauf von Schulmaterial einher. Genervte Mütter stürmen mit langen Listen bewaffnet am ersten Schultag die Bürofachmärkte. Sofern es diese noch gibt, denn leider sterben auch diese Geschäfte in den kleinen Städten langsam aus. Doch das ist gar nicht mein heutiges Thema. An weiterführenden Schulen werden gar keine Materiallisten mehr ausgegeben. Jeder Lehrer teilt den Klassen einzeln mit, was für seinen jeweiligen Unterricht benötigt wird. Und genau DA liegt das Problem:

Schulmaterial besorgen leicht gemacht

 

Peu à peu kommen die Informationen hereingeflattert, was Mama einzukaufen hat:

Montag sind es karierte Hefte mit ¼ Rand (die ganz bequem und günstig beim Discounter zu besorgen sind), Dienstag kommt ein Extrawunsch der Deutschlehrerin, doch bitte linierte Hefte mit extra breitem Rand zu kaufen. Am Mittwoch erfahren wir dann sicher, dass der Chemielehrer doch gern karierte Hefte völlig ohne Rand verlangt und am Donnerstag sollen wir linierte Collegeblöcke mit weißem Rand für den Englischkurs besorgen – gekauft hatten wir allerdings schon die günstigeren Collegeblöcke aus dem Discounter, die zwar über einen Rand verfügen, der aber durchliniert ist. Aaaargh!!

Standardmaterial wie gewöhnliche Hefte, verschieden farbige Schnellhefter, Tintenkiller, Radiergummis und Bleistifte besorge ich nämlich immer in rauen Mengen beim Discounter und somit haben wir ständig einen großen Vorrat. Ihr kennt das sicherlich auch, dass das Kind morgens um 6:45 Uhr dringend noch ein neues Schulheft benötigt, da das alte Heft schon voll geschrieben ist. 

 

Sonderwünsche erfüllen leicht(er) gemacht

Doch ist es umso schwieriger, den Einkaufsmarathon erfolgreich abzuschließen, wenn die Lehrer ganz spezielle Wünsche äußern. Wer wie wir in einer kleinen Stadt lebt, der bekommt leider nicht alles auf Anhieb besorgt. Für bestimmte Materialien bin ich schon in mehreren Städten gewesen, bis ich es schließlich aufgab, dem Einzelhandel eine faire Chance zu geben und das Teil im Internet bestellte. Ich bin sicher, ihr kennt das auch!

Viel einfacher ist es also, wenn die Lehrer bzw. die Schule ihr ganz spezielles Material (beispielsweise für den Kunstunterricht)  im Klassensatz bestellen und dann die Kosten dafür umlegen. So lässt sich sogar noch einiges sparen, da wir hier den Mengenrabatt ausnutzen könnten.

Die „alte“ Schule meiner Kinder bot im Sekretariat einfache Schulhefte zum enorm günstigen Kauf an. Dies bewährte sich vor allem bei Klassenarbeiten, wenn ein schusseliger Schüler wieder einmal das Heft zu Hause vergessen hatte. Die Idee ist doch wunderbar, denn auch hier wurde in großen Mengen zum entsprechend günstigen Preis eingekauft. Das funktioniert natürlich wiederum nur, wenn der jeweilige Lehrer sich mit der Nutzung von Standard-Heften zufrieden gibt…

 

Alljährlich das gleiche Theater mit dem Einkauf von Schulmaterial – geht das nicht einfacher?

Ist ein Großeinkauf seitens der Schule nicht möglich, könnten wir sagen, dass wir einfach mal eine komplette Schulwoche abwarten, bevor wir Eltern uns in den Laden für Bürobedarf begeben. Doch da haben wir die Rechnung ohne die Kinder gemacht: Unseren Kindern ist es mehr als unangenehm, wenn sie die erforderlichen Materialien nicht gleich am nächsten Unterrichtstag vorweisen können. Sicherlich verlangen die Lehrer nicht, gleich am folgenden Tag alle Materialien beisammen zu haben. Doch unsere Kinder möchten alles gleich „richtig“ haben. Blöd ist es nämlich auch, in sämtlichen Fächern zunächst auf Zettel zu schreiben und später alles in die vom Lehrer gewünschten Hefte nachzutragen…

Die Frage, die ich mir jedes Jahr also stelle, ist, ob das nicht einfacher geht! In der vorigen Schule, die unsere Kinder besuchten, wurde dieses Thema alljährlich neu im Elternrat diskutiert. Es hieß, dass es schwierig sei, eine komplette Liste pro Klasse zu erstellen, da bis kurz vor Schulstart noch nicht zu hundert Prozent feststehe, welche Lehrer welche Klassen unterrichten werden. Es könne sich immer wieder etwas verschieben oder ändern und dann müsse man ja sämtliche Listen neu erstellen. Das verstehe ich! Ganz ehrlich: Stundenpläne zu erstellen muss eine Mammut-Aufgabe sein → dafür wollte ich um keinen Preis verantwortlich sein.

 

Lösungsvorschlag für vollständige Schulmaterial-Listen schon vor Beginn des neuen Schuljahres

Meine Theorie lautet, dass jeder Lehrer immer wieder jeweils die selben Schulmaterialien verlangt. Das kann sicherlich variieren je nach Jahrgangsstufe, aber er weiß schon vorher, welche Hefte er bei seinen Schülern sehen möchte. Kann man dafür nicht eine einfache Software entwickeln? Das muss doch möglich sein!

Liebe Software-Entwickler: Damit könntet ihr unfassbar viele Eltern glücklich machen!

Jeder Lehrer trägt also seine gewünschten Schulmaterialien in eine Liste ein. Sobald die Stundenpläne feststehen (und ich gehe davon aus, dass dies sicherlich schon mindestens in der Woche vor Schulbeginn der Fall ist), wird die dazugehörige Liste des gewünschten Schulmaterials automatisch mit ausgeworfen. Diese Listen können dann entweder bereits vor Schulbeginn per Email an die Eltern geschickt werden – oder zumindest am ersten Schultag verteilt werden.

Na, wie würde euch Eltern das gefallen? 

Einen stressfreien Schulstart wünscht euch

Unterschrift Stephie

 

 

P.S.: Hier zeige ich euch, wie ihr ganz einfach Bücher selbst laminiert. Das ist nämlich gar kein Hexenwerk, wenn man einmal weiß, wie es geht!

 

 

Diesen Artikel findet ihr verlinkt beim Sonntagsglück von soulsistermeetsfriends.

 

 

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2 Kommentare

  • Antwort Denise 3. September 2017 at 10:32

    Hi, bei uns in der Grundschule ist es zum Glück noch so, dass man zum Ende des Schuljahres die komplette (!) Liste fürs nächste Schuljahr erhält. Aber an das von Dir geschilderte Chaos erinnere ich mich aus meiner Schulzeit. Du hast schon Recht, eine Software, eine Liste oder eben einfach mal von der Schule festgelegte Hefte für jedes Fach wären toll. Bei uns waren die Hefte allerdings auch eine Herausforderung, da es genau die hier im Stadtteil und in der Innenstadt nirgends gab, meine Mutter hat Läden Zuhause abgegrast und am Ende beides gefunden, was dann andere Eltern dank meiner Infos bestellen konnten. Ich weiß aber auch noch, wie schlimm ich es als Schülerin fand, wenn ich nicht alles komplett hatte und manche Lehrer waren auch der Meinung, man bekäme alles sofort problemlos. Lieben Gruß

    • Antwort Stephie 4. September 2017 at 10:44

      Liebe Denise,
      in der Grundschule bekamen wir auch immer komplette Listen. Das ist auch einfacher, weil es dort meist einen Klassenlehrer gibt, der fast alle Fächer selbst unterrichtet. An der weiterführenden Schule ist es leider ganz anders… Besondere Hefte suche ich hier im Städtchen auch vergebens. Toll ist auch, wenn sich Eltern entsprechend organisieren und sich gegenseitig bei der Besorgung unterstützen. Letztlich ist es ja egal, ob ich nur ein Heft dieser Sorte kaufe oder direkt einen Klassensatz. Allerdings läuft man dann erfahrungsgemäß ewig hinter dem Geld her, das man ausgelegt hat. Liebe Grüße, Stephie

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