Herbstgestöber – mit Blick auf Weihnachten

19. September 2013

Spürt ihr es auch schon? Der Herbsturlaub ist noch gar nicht geplant und schon wird von Weihnachten gesprochen. Eigentlich ein Unwort in diesen Tagen, wo man sich noch den goldenen Herbst erhofft. Wollen wir denn wirklich den Oktober und November einfach so überspringen? Das wäre doch zu schade!! Aber – was ist los in Deutschland:

Nicht nur die Supermarktregale sind schon prall gefüllt mit Zimtgebäck. Wenn man als Familie recht aktiv ist in Schule, Sportvereinen und einigen gesellschaftlichen Engagements, dann kann das ziemlich in Stress ausarten – die Festlegung der Weihnachtsfeiertermine: Sohnemann braucht  welche für Schule, Jungschar und Fußballverein, Töchterlein ebenso für Schule sowie Tanz- und Geigenunterricht. Ehemann für sämtliche geschäftliche, soziale und gesellschaftliche Verpflichtungen – und das ist eine Menge, sage ich euch!

Mama, die zig-fache Weihnachtswichtelkönigin


Und Mama Stephie? Na, die hat auch wieder ihre eigenen Kreise, in denen gern gefeiert werden will. Außerdem: ICH MUSS ÜBERALL MIT HIN! Geht ja gar nicht, dass Mama nicht bei der Fußball- oder Tanzweihnachtsfeier dabei ist – noch schlimmer bei den gesellschaftlichen Engagements des Ehemannes. Anwesenheit ist Pflicht! Man muss sich als Frau schonmal zerreißen können. „Sei doch mal flexibel!“

Man feiert ja auch gern – und ein- bis zweimal im Jahr (Sommer- und Weihnachtsfest) lässt sich das doch wohl machen. Allerdings habe ich bereits jetzt den Kalender für Dezember und Januar voll mit Terminen und es stehen noch gar nicht alle Daten fest – das ist ja gruselig! Wo bleibt da die schöne Adventszeit für mich mit gemütlichen Abenden in dicken Socken am Kamin?

Naja, vielleicht wird es nicht ganz so dramatisch, wie ich es mir ausmale (dennoch kann ich von Erfahrungen der letzten Jahre erzählen). Ist wahrscheinlich alles ganz toll und gemütlich, wenn da nicht dieses konsumorientierte WICHTELN in JEDEM Verein wäre.

Zunächst einmal klargestellt: ICH SCHENKE SEHR GERN!

Am liebsten aber freiwillig, nämlich wenn ich etwas wirklich Schönes sehe, wobei ich sofort an jemanden denken muss – und es dann auch mitnehme. Die Vorweihnachtszeit – nein, eigentlich schon die Herbstzeit – ist geprägt vom Geschenkeblick! Überall hält man schon die Augen offen für besondere Geschenke. Ich finde es nämlich schrecklich, in letzter Minute in einen Laden gehen zu müssen, um für das Wichteln in den Schulen und Sportvereinen jeweils ein Geschenk zu 5, 10 oder 15 Euro zu finden. Oft kennt man die zu beschenkende Person ja gar nicht richtig. Treffer, wenn man eine/n gute Freund/in aus dem Wichteltopf gezogen hat.

Die Geste des Wichtelns ist ja nett gemeint. Aber nur für dieses Wichteln gebe ich schon Unsummen an Geld aus für „schwachsinnige“ Geschenke, die selten von Herzen kommen. Soll mein Sohn (12) einem Mädchen aus seiner Klasse ein kleines Geschenk machen, das ihn noch vor kurzem so sehr geärgert hat und die er seitdem meidet? Tja, Pech gehabt – trotzdem muss man sich etwas Nettes einfallen lassen. Mal ehrlich: ist das nicht alles furchtbar anstrengend? Noch schlimmer allerdings diese Schrottgeschenke-Spielchen. Meine Güte, wer hat sich das denn ausgedacht??

Zudem habe ich noch eine große Familie, die fast ausschließlich im Herbst Geburtstag hat! Danach kommt direkt Weihnachten und im Januar folgen die weiteren Geburtstage. Ich komme also aus dem Kaufen gar nicht mehr heraus. Es gilt zudem noch mindestens 2 Adventskalender zu füllen, Kleinigkeiten zu St. Nikolaus zu besorgen (für Kinder und Nachbarn), 87mal Kekse zu backen und nicht zu vergessen – all die Weihnachtskarten zu basteln und persönlich zu schreiben. Oha, ich bekomme jetzt schon Ohrensausen..

Das hört sich jetzt so an, als müsse ich hier meinen Frust aus einer Herbstdepression abladen – nein, so ist es nicht. Ich schreibe ja nicht nur für mich – ich weiß, dass es Vielen von euch genauso geht! Wie geht ihr damit um?

Heute erhielt ich eine Email eines Mitglieds aus meiner Sportgruppe, die vorschlug, das Weihnachtswichteln doch umzuwandeln in ein

SOMMER-/FRÜHJAHRS-ELFELN!
 

Ist das nicht eine wundervolle Idee? Denkt mal drüber nach – vielleicht ist das auch für euch eine gute Alternative und einen Vorschlag im Sportverein oder der Schule wert – noch ist es nicht zu spät…

So hätten wir doch noch eine Chance auf entspannte Herbst- und Winterabende in Kuschelsocken und „Kommt-keiner-mehr-Hose“ auf der Couch nach einem wundervollen Spaziergang an der herrlichen Luft!


Einen enorm fröhlichen, sonnigen und stressfreien Herbst wünscht euch

 
 
Meine Top-Geschenketipps lest ihr hier ab Oktober – jede Woche neu… Damit auch alles rechtzeitig ankommt und ihr vielleicht in diesem Jahr nicht so viel Stress habt wie die Jahre zuvor! Für Jeden etwas: Für die Mama, den Papa, Oma / Opa, Freund/in etc…


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2 Kommentare

  • Antwort Sandra bloggt 19. September 2013 at 22:44

    Die Sommerelfen-Aktion finde ich super! Ich bin auch immer gerne für Weihnachtsessen im Januar zu haben, denn der Januar ist immer so trist, da tut das ganz gut. Und als Mutter muss man ja tatsächlich auf allen Weihnachtsfeiern tanzen….Aber das gehört ja auch schon irgendwie auch dazu. Wenn gar nichts wäre, wäre es vielleicht – ganz vielleicht – auch komisch, oder?! Wir werden es nicht erfahren.
    Liebe Grüße
    Sandra

  • Antwort Tina Blanke 19. September 2013 at 19:59

    Liebe Stephie,

    Du sprichst mir aus der Seele, ich finde die Hektik in der ’staaden‘ Zeit auch echt gruselig. Nix mit besinnlicher Vorweihnachtszeit.

    LG Tina

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