Fotoshooting: meine Erfahrungen und Tipps

23. Juni 2015
Fotoshooting Tipps und Erfahrungen

Ihr kennt nicht viele Fotos von mir. Woran das liegt? Es gibt bislang kaum Fotos von mir, weil ICH immer diejenige bin, die überall fotografiert. Quasi scheint es, als sei ich in keinem Familienurlaub oder Fest dabei gewesen. Damit sollte nun Schluss sein, da ich hier im Blog nicht wie ein Phantom wirken möchte. Ich will für euch authentisch und natürlich sein – eben genauso wie ich tatsächlich bin! Außerdem drängte die Zeit, da eine Zeitschrift anfragte, das berühmte Möhrencurry zu veröffentlichen. Dazu sollte ich zudem ein druckfähiges Portraitbild von mir einsenden. Na prima – da kann ich ja kein Handy-Selfie nehmen. 

Fotoshooting Tipps und Erfahrungen

 

Also suchte ich ein Fotostudio, das schnell und zielorientiert helfen sollte. Leider bin ich völlig unbeholfen, was eigene Portraits angeht. Im Fotostudio war ich zuletzt vor 10 Jahren, um meine Kinder ablichten zu lassen. Wer so wie ich auch keine Erfahrung in diesem Sektor hat, dem kann ich hier ein paar Tipps aus eigener Erfahrung mitgeben:

Fotoshooting Tipps und ErfahrungenDas richtige Studio findet ihr, indem ihr Freunde / Bekannte fragt, mit wem sie gute Erfahrung gemacht haben. Nur eine gute Homepage sagt nichts über die Leistung aus.

  • Vereinbare ein Vorgespräch, bei dem Du das Studio anschaust und mit dem Fotografen besprichst, welche Art von Fotos Du Dir vorstellst. Fragen: Wozu brauche ich die Fotos? Wer soll diese (an)sehen? Wie möchte ich wirken? Vamp oder natürlich? Nackt oder business-like?
    Zudem solltest Du hier schon die komplette Preisgestaltung vereinbaren, um keine Überraschungen zu erleben – zudem solltest Du die Nutzungsbedingungen schriftlich bekommen.
  • Der Fotograf / die Fotografin sowie die Umgebung muss Dir sympatisch sein! Spürst Du schon beim ersten Gespräch eine Disharmonie, dann suche lieber ein anderes Studio.
  • Lass Dir von den Fotografen Aufnahmen zeigen, die sie schon gemacht haben. Auch dabei merkst Du schnell, ob ihr ähnliche Vorstellungen habt und er verstanden hat, was Du möchtest.
  • Frage gezielt nach, ob ein Visagist / Frisör im Haus ist, der Dich herrichtet oder ob Du Dich selbst darum kümmern musst. Sinnvoll ist es, wenn Dich jemand stylt, der Dich kennt! Ich hatte großes Glück mit Jenny, die verstanden hat, was ich meine mit „Ich möchte natürlich aussehen!“. Nichts ist schlimmer, als wenn Du Dir nachher doch maskiert vorkommst..
    Zu beachten ist nämlich, dass man für Fotos (wie auch für Film) wesentlich stärker geschminkt sein muss als gewohnt, um das helle Licht auszugleichen. Auch ist es sinnvoll, wenn die Visagistin während des Shootings dabei bleibt, um ggfs. etwas nachzurichten oder abzutupfen. 

 

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Das Fotostudio sollte nicht allzu weit von zu Hause entfernt liegen, denn man sollte einiges dazu mitbringen:

  • Mehrere Outfits von chic bis leger: Für reine Portraits reichen unterschiedliche Oberteile – Hose und Schuhe sieht man in dem Fall ja nicht.
  • Eigene Accessoires sind sinnvoll. Denn damit fühlst Du Dich wohl und „echt“. Dazu gehören Schmuck, Tücher etc. – bei mir aber auch der eigene Laptop und Fotoapparat, mit denen ich auch wirklich arbeite..
  • Für lustige Bilder denkt ihr etwas weiter: Was immer ihr euch vorstellen könnt (Hüte, Brillen…), ladet ihr ins Auto.
  • Dekoration für Studioaufnahmen!
    Das waren bei mir: Küchenzubehör, Trockentücher, Backofen-Handschuhe, viele bunte Kräuter in unterschiedlichen Höhen, schönes Obst, Gemüse, Gebäck etc..
    Viel Spaß macht der Einkauf am heimischen Markt, wenn man betont, man suche hübsch aussehendes Obst für Fotos. Schnell sind alle dabei, die schönsten Früchte auszusuchen.

HAHA! Mein Mann fragte verwundert, wohin ich denn so mitten in der Woche mit unserem Messerblock und einem großen Koffer hin wolle…

Ich kam also schließlich mit komplett voll geladenem Auto an und begab mich gleich nach dem Entladen in Jennys Zauberhände! Die hauseigene Visagistin schminkte den Alltagsstress weg und unsere Gespräche dienten dazu, dass ich etwas lockerer wurde.

Fotoshooting Tipps und Erfahrungen

Derweil wurde das Studio in eine Küchen-Atmosphäre umgebaut. Ich zog mein erstes Outfit an und wurde gleich ins rechte Licht gerückt. Sehr gut ist es für kamerascheue Menschen wie mich, wenn man sich zuvor bei Pinterest oder sonstwo Portraitaufnahmen / Headshots anschaut, die man sich für eigene Bilder vorstellen kann. Ich weiß nämlich nie, wie ich „gucken“ soll. Das bedeutet Schwerstarbeit für den Fotografen! Wenn dann auch noch die Küchenmesser unscharf sind, weil sich bei uns nämlich jeder im Haushalt am Messerblock bedient (auch mal, um Pakete aufzuschlitzen ;-) , rückt seine Frau auch noch mit dem besten Messerschärfer an, den ich direkt für uns bestellt habe.. Schließlich wollte Hobbykoch und Profifotograf Michael für mich eine Grapefruit aufschneiden, damit meine Klamotten fotogen bleiben. Die Fotos mit Jenny sind natürlich keine versehentlichen „Ausrutscher“ des Fotografen, sondern der jeweilige Lichttest ;-)

Fotoshooting Tipps und Erfahrungen

Zwischendurch konnte ich immer am Computer schauen, wie die bisherigen Bilder geworden sind. Das war sehr hilfreich – vor 10 Jahren gab es das noch nicht – zumindest nicht in dem Studio, in dem ich damals mit den Kindern war..

Fotoshooting Tipps und Erfahrungen

Beim nächsten Fotoshooting bin ich ganz bestimmt lockerer, denn dann weiß ich genau, was auf mich zukommt. Ich bin sehr zufrieden mit den Ergebnissen und werde sicher einige der Fotos nutzen. Einige davon findet ihr bereits hier und da im Blog! Ich hoffe, ich konnte euch ein paar Tipps an die Hand geben, die euch sicherer in ein Fotoshooting gehen lassen. Dann macht es nämlich wirklich Spaß – sehr gut vorstellbar auch mal mit Freundinnen oder der ganzen Familie.  Einige Fotostudios bieten auch Shootings für Teenager-Geburtstage oder Junggesellen-Abschiede an. Die Ideen sind schier unendlich.. 

Mein Dank gilt dem Fotostudio Schilderoth: Michael als Fotograf, Jenny als Top-Visagistin (Deine tollen Lidschatten-Farben werde ich mir auf jeden Fall besorgen!), Praktikantin Kea für die Making-Of-Bilder per Handy und Heike für ihre prompte Hilfe beim Messer schärfen ;-) 

Ihr seid ein tolles Team!! Bis bald!

Eure 

  

 

 

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1 Kommentar

  • Antwort Sue von HappyIch 23. Juni 2015 at 7:42

    Das klingt super Stephie! Ich freue mich total, die Fotos hier und da zu entdecken. Eines habe ich schon gefunden: bei Deinen Buchtipps und das gefällt mir total gut, denn das bist einfach DU!

  • Ich freue mich über Deinen Kommentar