Immer offen für neue Begegnungen & Kurztrip an die Ostsee

24. Juni 2017
Offen für neue Begegnungen beim Kurztrip an die Ostsee. Strandkörbe

Einige von euch haben schon per Instagram meinen Kurztrip an die Ostsee verfolgt. Wir haben den letzten Brückentag genutzt, um ein paar Tage im wunderschönen Strandhotel Fischland zu verbringen. Mein Mann und unser Sohn waren dort zu einem Golfturnier der GOFUS (Golf spielende Fußballprofis) angemeldet und wir Mädels wollten mitfahren. Denn wir hatten schon einmal die Sterneköche aus dem Hotel-Restaurant in einer privaten Küche von Freunden erleben dürfen…

Offen für neue Begegnungen beim Kurztrip an die Ostsee. Strandkörbe

Herrlich, endlich mal wieder das Meer zu sehen! Ich liebe diesen Wind und das Meeresrauschen. Da dauert es nur wenige Augenblicke und ich bin erholt. Noch dazu hat uns dieses Hotel so Willkommen geheißen, dass wir es leicht hatten, uns schnell einzufinden. Ich liebe ja gute Ideen und überlegte Konzepte. Davon möchte ich euch kurz erzählen: Das Hotel trägt als Logo ein offenes, goldenes Herz mit dem Slogan „Liebe & Meer verbinden„.

Überall findet sich beides wieder: auf Gläsern, den Hausschuhen, auf sämtlichen Hinweisschildern und natürlich auf der hoteleigenen Kosmetik-Serie. Viele Hotels machen das so, doch hier muss ich erstmals sagen: Es nervt überhaupt nicht! Zunächst ist das Motto sehr schön und passend, außerdem ist das Logo sehr zurückhaltend und dezent edel. Davon können sich viele Hotelmanagements eine Scheibe abschneiden! Man fühlt sich hier wirklich als willkommener und umsorgter Gast.

„Liebe und Meer verbinden“ – was für ein wundervoller Slogan für ein Hotel an der Ostsee. Überall begegnet uns das offene Herz, welches mir offene Herzlichkeit symbolisiert. Selten bin ich so schnell runtergekommen vom Stress des Alltags. Ich genoss bereits eine Massage, jetzt entspannt meine Tochter bei der ersten Kosmetikbehandlung ihres 13-jährigen Lebens. Danach gönnt sie sich noch eine Maniküre und dann werden wir gemeinsam den Ostseestrand erkunden. Unsere Männer sind schon seit den frühen Morgenstunden auf dem Golfplatz. „Was haben wir es gut!“, sage ich mir täglich aufs Neue – es ist wichtig, das niemals aus den Augen zu verlieren. Für uns und unsere Kinder ❤️ #stephieunterwegs #happydays #entspannenundgenießen #liebemeinleben #auszeitvomalltag #ostsee #langeswochenende #bewusstgenießen

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Sport vereint und schenkt neue Begegnungen

Nun trafen wir anlässlich des Golfturniers auf einige Bekannte, die ebenfalls am Turnier teilnahmen. Am Abend der beschwerlichen Anreise (wie das vor Feiertagen halt so ist…) läuteten wir den Kurzurlaub mit Freunden und Bekannten an der Hotelbar ein. Am ersten Turniertag war das Wetter so wundervoll, dass unsere Tochter und ich den Ostsee-Strand genossen haben, während unsere Jungs die Bälle über den Golfplatz fliegen ließen.

Leider litt unser Sohn unter schwerstem Heuschnupfen. Hatte er doch gerade zu Hause über unseren neuen Luftreiniger die schlimmste Zeit überwunden, so überfiel ihn hier wieder die Gräser- und Pollenallergie. Er wollte schon aufgeben, doch dann überwog der Spaß am Spiel und er zog es bis zum Ende durch. Mit Erfolg, denn er gewann als mit Abstand jüngster Teilnehmer das Turnier. Mama und Papa waren natürlich mega stolz auf den Sohnemann, der erst im vergangenen Sommer seine Platzreife gemacht hat.

Ich selbst spiele ja (noch) kein Golf, da mir die Zeit dafür immer zu schade war. Als die Kinder noch klein waren, wollte ich nicht den halben Tag dafür opfern, um auf dem Golfplatz zu stehen, während meine Kinder fremd betreut wurden. Also lernte mein Mann allein den Golfsport kennen und lieben. Auch hielt ich Golf nie für „echten Sport“, gebe ich zu. Doch was Golf wirklich schafft, sind neue Begegnungen. Man kommt mit Menschen zusammen, die man sonst nie kennengelernt hätte. Man geht gemeinsam für Stunden über den Platz und hat keinerlei Ablenkung. Man muss sich unterhalten. Sehr oft schon haben sich daraus schöne Bekanntschaften und Freundschaften entwickelt, die immer noch gerne gepflegt werden.

Offen für neue Begegnungen beim Kurztrip an die Ostsee. Sterneküche

Muss ich jetzt etwa auch Golf spielen?

Unsere Kinder sind mittlerweile in einem Alter, in dem sie ihre eigenen Wege gehen. Sie verabreden sich oder sind auch mal gern allein zu Hause. Sie brauchen mich nicht mehr so sehr. Nun überlege ich tatsächlich, ob ich mal Golftraining nehmen soll. Ich bin in solchen Dingen sehr ungeduldig mit mir selbst und möchte, dass alles sofort funktioniert. Sonst interessiert es mich nicht weiter und ich lasse es lieber sein, anstatt unter den „Graupen“ mitzuspielen. Meinen ersten Schnupperkurs hatte ich 1988 in Kanada. Da kannte hier in Deutschland kaum jemand den Golfsport, man spielte eher Tennis. Der Kurs war lustig, denn ich machte ihn gemeinsam mit einer Freundin, die ebenso wie ich dort einen Ferienjob machte. {Ob ich darüber auch mal schreibe? Das war eine wahnsinnig tolle Zeit. Aber es ist laaange her!}.

Der Trainer sagte hunderte Male so etwas wie: „Nice try!“. Ok, wir nahmen es auch nicht besonders ernst. Zig Jahre später hatte ich noch einmal einen Kurs in Deutschland, der mich auch nicht sonderlich anregte. Aber inzwischen glaube ich, ich sollte es noch einmal versuchen. {Mein Mann flippt vor Freude aus, wenn er das hier liest.}

Die Begegnungen in diesem Sport sind toll. Wir lernen die unterschiedlichsten Menschen kennen, die ja nicht nur den ganzen Tag mit meinem Mann auf dem Golfplatz verbracht haben. Auch die Abendveranstaltungen dieser Turniere haben ihren besonderen Charme. Es sind auch nicht mehr nur die alten Leute, die dem Sport frönen – oder ich selbst bin älter geworden und merke es nicht mehr so… Ihr hört heraus, ich rede mir ein, es mit dem Golfen probieren zu müssen.

—> Update: Inzwischen spiele ich tatsächlich begeistert Golf.

Offen für neue Begegnungen beim Kurztrip an die Ostsee. Glas mit Logo

Neue Begegnungen tragen zur persönlichen Entwicklung bei

Doch ich möchte hier nicht nur vom Golfen erzählen. Viel interessanter waren nämlich meine eigenen Begegnungen an diesem Wochenende und die meiner Kinder. Am zweiten Abend nämlich ereignete sich ein Phänomen, das uns immer wieder passiert: Die Kinder saßen mit an unserem Tisch in großer Runde und langweilten sich. Sterneküche ist verständlicher Weise nicht so ihr Ding: Mit geradem Rücken ohne Handy und leiser Unterhaltung in feinstem Zwirn sitzend Gang für Gang zu genießen, ist nicht das, was Jugendlichen gefällt. Also versuchten wir gleich, die beiden mit den anderen beiden Kindern zusammen zu bringen.

Natürlich zierten sich alle Kinder, den Elterntisch zu verlassen und einen eigenen Kindertisch zu bilden. Doch dank meiner Bestimmtheit lotste ich immerhin drei Kinder an einen versteckteren Tisch. Zunächst sahen wir alle drei Kinder in ihr Handy starren (dort war es erlaubt, das Handy zum Spielen zu zücken). Sie ignorierten sich gegenseitig und es war ihnen offenbar unangenehm, gezwungener Maßen dort zu sitzen. Doch dann sahen wir die Handys langsam sinken, einer zeigte dem anderen etwas am Bildschirm und schon kam ein Gespräch zustande. Es dauerte nicht lange und alle drei Kinder standen hinter uns, um zu fragen, ob sie gemeinsam zum Strand gehen dürfen. Erst spät nachts konnten wir die Kids per Anruf zurück ins Zimmer ordern.

Nun ratet mal: alle drei verstanden sich wundervoll und sind noch heute per WhatsApp im Dauerkontakt! Da können Freundschaften fürs Leben entstehen, wenn man sich nur traut. Auch ich hatte neue Begegnungen, während die Herren der Familie den zweiten Turniertag auf dem Golfplatz verbrachten. Beim Frühstück sah ich eine der Frauen wieder, mit der ich am vorigen Abend ins Gespräch gekommen war. Sie fragte mich, ob ich nicht mit noch zwei weiteren Frauen ins nächste Städtchen fahren möchte. Ich kannte keine von ihnen länger als ein paar Stunden.

Herrlicher Nachmittag an der Mühle

Offen für neue Begegnungen beim Kurztrip an die Ostsee. Kaffeemühle

Doch diese Gespräche reichten aus, um sagen zu können, dass ich die Frauen nett finde und wir „kompatibel“ sind. Da meine Tochter ohnehin nur noch mit dem Mädchen unterwegs war, das sie am Vorabend beim Essen kennengelernt hatte, war ich ja frei. Also entschloss ich mich, nicht zu arbeiten (was ich ursprünglich vorhatte), sondern meine Spontaneität zu nutzen. So fuhr ich also mit drei mir eigentlich unbekannten Frauen zum gemeinsamen Shoppen.

Was hatten wir für einen Spaß! Als würden wir uns schon seit Jahren kennen, versackten wir in einer Boutique und berieten uns gegenseitig. Eine nach der Anderen verschwand in der Umkleide, kam wieder heraus und präsentierte die aktuellste Mode. Wir waren drei verschiedene Frauentypen, denen ganz unterschiedliche Klamotten gefielen und standen: wie spannend!

Anschließend hatte ich einen Geheimtipp: wir müssen an der Mühle einen Kaffee trinken! Wir waren als Familie am golffreien Tag dort und es hatte uns richtig gut gefallen. Also saßen wir zu vier Frauen im Garten der wunderschönen Mühle und genossen die Sonne. An Gesprächsstoff mangelte es uns so wenig, dass wir irgendwann noch in Zeitstress kamen, um uns für den Galaabend herzurichten. Ach, was war das ein toller Tag!

Jeder Mensch nimmt aus neuen Begegnungen etwas für sich mit, behaupte ich.

Das gesamte Wochenende war so mit Highlights gefüllt, dass es sich anfühlte wie eine ganze Woche Urlaub!

Ich kann nur sagen: Spontaneität und Offenheit für neue Begegnungen können sich nur lohnen. Man bekommt so viele neue Impulse von außen, die Spaß machen und weiterbringen. Das spüre ich ja auch immer bei meinen Blogger-Reisen. Sich mit unbekannten Menschen auszutauschen ist so wertvoll. Nicht selten ergeben sich daraus wunderbare Freundschaften.

Alles Liebe, eure

Unterschrift Stephie

P.S.: Im Hotelzimmer lag ein Buch zur Ansicht für Gäste, welches mich begeistert hat. Ein ziemlich dicker „Schinken“. Habe ich gleich mal bestellt…

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