Picknick gesund und nachhaltig | Die besten Tipps

26. Juli 2018
Picknick nachhaltig und einfache Rezepte

Gastartikel //

Gesundes, nachhaltiges und bewusstes Outdoor-Schlemmen

Es gibt Dinge, für die ist man einfach nie zu alt: Drachen steigen lassen im Herbst, Schneemänner bauen im Winter, Ostereier bemalen im Frühling und Picknicken im Sommer. Dabei ist es ganz egal, ob jung oder alt, beim Picknick dreht sich alles um leckere Snacks und erfrischende Getränke, die man gemeinsam unter freiem Himmel genießen kann.

Lecker und erfrischend heißt dabei nicht gleich ungesund und süß. Mit einigen einfachen Rezeptideen verwandelst du den Gaumenschmaus im Freien in ein gesundes, bewusstes und nachhaltiges kulinarisches Sommerfest.

Zucchini Chips zum Picknick

Zucchini Chips

Was Kleines zum knuspern und knabbern gehört zu einem Picknick wie das Amen in der Kirche. Eine tolle und deutlich weniger fettig-salzige Alternative zu den frittierten Kartoffelchips sind selbstgemachte Zucchini Chips.

Nicht nur die Kalorienanzahl ist bei dieser Variante der knusprigen Leckerheiten deutlich geringer, auch der Salzanteil lässt sich reduzieren, denn du bestimmst selbst wie viel Würze deine Chips brauchen.

Was du benötigst:

  • Zucchini (1-2 je nach Bedarf)
  • 2 Tl. Avocado- oder Sonnenblumenöl
  • 2 Tl. Meersalz
  • Weißer Balsamico-Essig (optional)

Wie’s geht:

Schneide die Zucchini in so dünne Scheiben wie möglich. Wenn vorhanden, kannst du für diesen Vorgang eine Mandoline (Gemüsehobel) benutzen. Das beschleunigt den Vorgang ungemein und garantiert extra-dünne und demnach extra-crunchy Zucchini Chips. Anschließend Öl und (wem es schmeckt) Essig zusammen in eine große Schüssel und kräftig verrühren. Die Zucchinischeiben dazugeben und kräftig darin schwenken, bevor sie für 8-14h ins Dörrgerät kommen.

Wer kein Dörrgerät hat – keine Sorge! Der heimische Backofen – eingestellt auf ca. 100 Grad – funktioniert auch prima. Nach 2-3 Stunden im Ofen sind die Chips knusprig frisch und (nach etwas Abkühlzeit) bereit, vernascht zu werden. Salz kann ganz nach Belieben hinzu gegeben werden.

Rezept Melonen Taboule zum Picknick

Melonen-Taboule

Zum Picknicken wie auch zum Grillen werden oft die Sommer-Salat Klassiker aufgetischt. Egal, ob Nudel-, Kartoffel- oder Wurstsalat, viele der “typisch deutschen” Salate entsprechen nicht dem, was ein Salat eigentlich sein sollte: frisch, gesund und schmackhaft. Langsam aber sicher werden jedoch auch hierzulande die Mayo- und fetthaltigen Beilagen von tollen, deutlich bekömmlicheren Alternativen abgelöst. Eine, die du beim nächsten Picknick unbedingt ausprobieren solltest, ist Melonen-Taboule.

Was du benötigst:

  • 2 El Schwarzkümmelsaat
  • 3 Zitronen
  • 150g Couscous
  • 1 Bund Petersilie
  • 1 Wassermelone

Wie’s geht:

Den Schwarzkümmel 5-6 min. in einer Pfanne rösten lassen. Anschließend den abgekühlten Kümmel mit ca. 60 ml Zitronensaft im Mörser zerstoßen. Währenddessen kann der Couscous in 250 ml kochendem Wasser für ca. 10 min. quellen. Zwischendurch mit einem Löffel auflockern, so klebt die Masse nicht und kühlt schneller ab. Bevor du die Melone anschneidest und dessen Fruchtfleisch in 2 cm große Würfel zerkleinerst, die Petersilie abzupfen und klein schneiden. Schließlich Melone, Petersilie, Zitronen-Kümmel Mix und Couscous in eine Schale geben, vermengen und mit Meersalz abschmecken.

Locker-leichte Salate sind einfach wundervoll, nicht nur im Sommer. Probiert doch auch mal Stephies Melonen-Feta-Salat.

Eistee

Zugegebenermaßen, Eistee gehört nicht zu den trendigsten, innovativsten Getränken auf dem Markt. Er lässt sich jedoch hervorragend selbst machen und spart uns dadurch jede Menge Kalorien sowie Zusatzstoffe ein.

Was du brauchst:

  • 5 Teebeutel Tee (z.B. Darjeeling)
  • 500 ml Wasser
  • 650 g Eiswürfel
  • 5 Tl Natron
  • 1 Bio-Zitrone
  • Brauner Zucker (optional)

Wie’s geht:

Das Wasser zum Kochen bringen und über die Teebeutel gießen und ziehen lassen.

Wichtig: Die Teebeutel nach dem Herausnehmen nicht ausdrücken, denn dadurch wird Tannin freigesetzt, welches wiederum für einen unappetitlichen bitteren Geschmack sorgt.

Der noch heiße Tee kann nun direkt über die Eiswürfel gegossen und das Natron untergerührt werden. Zu guter Letzt den Eistee in eine Karaffe geben und mit einigen Zitronenscheiben und – wem danach ist – braunem Zucker verfeinern. Fertig ist eine gesunde und erfrischende DIY-Variante des klassischen Eistees!

Picknick Rezepte gesund und nachhaltig

Vegane Granola Bar’s

Zwar wächst auch in den gängigen Supermärkten die Auswahl an veganen Snacks, nichtsdestotrotz werden diese oft zu ungemein hohen Preisen an den Verbraucher gebracht. Wer nicht nur sein Budget schonen, sondern auch noch selbst kreativ werden möchte, für den ist dieses vegane Müsliriegel-Rezept einen Versuch wert. Viele der Zutaten lassen sich austauschen, abwandeln oder ganz einfach aufpeppen, indem man neue, vielleicht auch ungewöhnliche Toppings hinzufügt.

Was du brauchst:

  • 200 g zarte Hafer- oder Buchweizenflocken
  • 200 g kernige Hafer- oder Hirseflocken
  • 50 g Amaranth (gepufft)
  • 200 g Datteln
  • 130ml Wasser
  • 5 El Agavendicksaft (optional)
  • 2 El Erdnussmus
  • 50 g Sonnenblumenkerne (oder andere Nüsse)
  • 50 g Trockenobst
  • Müsli, Cornflakes,Obst etc. als Toppings (optional)

Wie’s geht:

Zunächst die Flocken und den Amaranth vermengen. Anschließend die Datteln mithilfe des Wassers zu einem Mus pürieren.

Tipp: Um die süßen Früchte “mixbar” zu machen, einfach vorher für etwa eine halbe Stunde einweichen lassen.

Das frisch gerührte Dattelpüree nun mit dem Erdnussmus verrühren und zu dem Flocken-Amaranth-Mix geben. Jetzt heißt es Ärmel hochkrempeln und tüchtig kneten, damit eine klebrig-süße Grundmasse für den Riegel entsteht. Wer es besonders süß mag, kann etwas Agavendicksaft zur Knetmasse hinzufügen, bevor diese – auf einem mit Backpapier ausgelegten – Blech ausgerollt wird.

Mögliche Toppings wie Trockenobst, Nüsse, Cornflakes oder extra Flocken können sowohl direkt auf den Riegeln verteilt werden, als auch unter die Grundmasse gehoben werden – ganz wie es dir gefällt. Nach 25 minütigem Backen bei 180 Grad, werden die Granola Bars dann in guter alter Müsliriegel-Manier in Rechtecke geschnitten.

Probiert doch auch mal Stephie’s Müsli-Muffins. Diese sind auch hervorragend vorzubereiten und mitzunehmen.

Mango Roll-Up’s

Einfacher als dieses Eine-Zutat Rezept wird es nicht! Und das beste daran, die Mango Roll-Up’s sind auch noch gesund und ein Hit vor allem unter den Kleinen Picknick-Gästen. Auch die Großen werden bei diesem klebrig-süßen Snack nicht zu kurz kommen, denn die selbst gemachten Roll-Up’s erinnern stark an die Gummi-Fruchtschlangen von dem Kiosk um die Ecke, mit denen wir uns als Kinder mit Sicherheit fast alle gerne den Bauch vollgeschlagen haben. Bei dieser Variante der Süßigkeit, geht das sogar ganz ohne schlechtes gewissen, schließlich bestehen die Roll-Up’s aus 100% Frucht.

Was du brauchst:

  • 3 große Mangos

Wie’s geht:

Kinderleicht! Die Mango schälen und am Kern entlang abschneiden. Das entnommene Fruchtfleisch anschließend zu einem feinen Mus pürieren und circa 0,5 cm dick auf dem Backpapier ebenmäßig ausstreichen. Wer einen Dehydrator/ Dörrautomaten hat, kann davon Gebrauch machen und die feuchte Masse für mehrere Stunden darin dörren lassen.

Alternativ und ebenso gut funktioniert jedoch auch die Trocknung im Backofen. Den Ofen auf 50 Grad vorheizen und das Mango-Püree für ca. 8h schwitzen lassen. Tipp: die Backofentür während dieser Zeit leicht geöffnet lassen, so kann die Feuchtigkeit besser entweichen. Sobald die Masse sich verfestigt hat, wird es Zeit, sie aus dem Ofen zu holen, das Backpapier zu entfernen und das gelb-fruchtige Geschmackserlebnis in dünne Streifen zu schneiden.

Wer die Streifen lieber aufrollen und für einen späteren Zeitpunkt (Mindesthaltbarkeit: Eine Woche) aufheben möchte, kann etwas Wachspapier zur Hand nehmen und das Ganze auf die Mango-Masse legen bevor diese in Streifen geschnitten und dann aufgerollt wird.

Picknick nachhaltig und einfache Rezepte

Für das extra bisschen Nachhaltigkeit

Neben dem Essen und Trinken gibt es weitere Dinge, die dazu beitragen, dass du ein bewusstes und nachhaltiges Picknick genießen kannst. Ganz ohne schlechtes (ökologisches) Gewissen. Spätestens seit dem Vorschlag der EU-Kommission vor wenigen Wochen, Plastik aus dem Alltag der Europäer zu reduzieren, ist der (Über-)Konsum von Plastik in aller Munde. Dementsprechend gibt es auch beim Picknick tolle Möglichkeiten auf das synthetische Material zu verzichten und stattdessen auf nachhaltige, wiederverwendbare Materialien zurückzugreifen.

Prima geeignet für’s Picknick sind dabei: Wachstücher und Schraubgläser statt Alu- oder Frischhaltefolie, bruchsicheres statt Wegwerf-Geschirr sowie Glas- statt PET-Flaschen. Um doch noch einmal das Thema Essen und Trinken aufzugreifen, solltest du saisonale und regionale Produkte einkaufen. Der lokale Markt in deiner Nähe eignet sich dafür zum Beispiel bestens. Dadurch sparst du häufig nicht nur Geld, sondern erhältst garantiert frische Produkte von toller Qualität, die keine Weltreise hinter sich bringen mussten, um auf den Tellern deiner Picknick-Gäste zu landen.

Last but not least, die Location deines Picknicks. Hierbei gibt es eine einfache Faustregel: Wähle nur Plätze aus, an denen es erlaubt ist zu picknicken und die weder unter Natur- noch unter Denkmalschutz stehen.

Das Team vom LebeJetzt-Blog wünscht dir einen wundervollen Picknick-Sommer mit jeder Menge gesunden Snacks und kleinen Sünden zum Genießen.

Nachhaltigkeit Shopping-Tipps von Stephie

Letzte Aktualisierung am 17.08.2018 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API. Alle Links mit * sind Affiliate Links. Das heißt, ich erhalte eine winzige Provision beim Einkauf hier empfohlener Produkte. Für dich bleibt der Preis immer gleich, du zahlst keinen Cent mehr!

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2 Kommentare

  • Antwort Nicole 27. Juli 2018 at 14:31

    Huhu, die Rezepte klingen ja lecker. <3 Aber auf den Bildern ist immer etwas anderes zu sehen, oder? :(
    Klingen aber definitiv sehr lecker und nach einem gesunden und erfrischendem Picknick.

    Viele Grüße
    Nicole

    • Antwort Stephie 27. Juli 2018 at 16:59

      Liebe Nicole,
      aus Zeitgründen in der Ferienzeit hat meine Gastbloggerin Paula sich für Bilder aus einer Fotodatei entschieden. Beizeiten werde ich die Rezepte nachkochen und fotografieren. Viel Spaß beim Picknick wünscht dir Stephie

    Ich freue mich über Deinen Kommentar

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